Bewertung:

In den Rezensionen wird „Red Rock Baby Candy“ als ein grafisches Memoir hervorgehoben, das sowohl visuell beeindruckend als auch thematisch intim ist und sich auf persönliche Themen wie Unfruchtbarkeit und Verlust konzentriert. Während die Illustrationen für ihre Kreativität und emotionale Tiefe gelobt werden, sind die Meinungen über die erzählerische Kohärenz und die allgemeine Beschäftigung mit dem Text geteilt.
Vorteile:Wunderschön illustriert, mit fesselnder Kunst, die als Einzelstücke hervorsticht.
Nachteile:Originelles Format, das Memoiren mit Graphic-Novel-Elementen kombiniert und so eine neue Perspektive bietet.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Red Rock Baby Candy
Shira Spector zeichnet im wahrsten Sinne des Wortes ein lebendiges Porträt der ereignisreichsten 10 Jahre ihres Lebens, das ihren hartnäckigen Kampf um eine Schwangerschaft, die emotionalen Turbulenzen nach der Krebsdiagnose und dem Tod ihres Vaters sowie ihre Erinnerungen an vergangene Beziehungen zu ihren Eltern und ihrem Partner umfasst. Angesiedelt in einem Kaleidoskop von Montreal und Toronto, entfaltet sich Red Rock Baby Candy als einer der formal originellsten Comics in der Geschichte des Mediums.
Er beginnt in subtilen, tonalen Schattierungen schwarzer Tinte und führt im Laufe der nächsten 50 Seiten langsam Farbe ein, bis er in einer prächtigen Farbpalette explodiert. Die respektlosen Charaktere beginnen zu erblühen und das Leben in vollen Zügen zu leben, indem sie Tote wieder auferstehen lassen, um die Geografie zwischen Unfruchtbarkeit, Sexualität, Wahlmöglichkeiten und Sterblichkeit zu kartografieren. Die Zeichnungen sind visuell, symbolisch und naturalistisch.
Die visuelle Erzählung verzichtet auf traditionelle Comic-Panels zugunsten einer Reihe einzigartiger Seitenkompositionen, die sowohl einen Bewusstseinsstrom als auch die greifbare Realität des Lebens vermitteln, sowohl die subjektiven Eindrücke der Autorin in jedem Moment ihres Lebens als auch die objektive Reihe von Ereignissen, die ihre Erzählung prägen. Es ist die formal revolutionärste visuelle Erzählung seit Emil Ferris' My Favorite Thing is Monsters.