Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und gut recherchierte Darstellung des Luftkriegs während des Koreakriegs aus der Sicht der chinesischen und russischen Streitkräfte. Es stellt die gängigen Darstellungen des Konflikts in Frage und gibt Einblicke in die Organisation und die Fähigkeiten der chinesischen Luftwaffe sowie in die Beteiligung russischer Piloten.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und akribisch recherchiert, unter Verwendung von bisher nicht verfügbarem Archivmaterial. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf den Luftkonflikt, enthält umfangreiche Anmerkungen, Bibliographien und Anhänge und wird für seine akademische Strenge gelobt. Die Rezensenten fanden das Buch aufschlussreich und wertvoll für das Verständnis des Luftkriegs in Korea, und viele empfahlen es sowohl für Luftfahrtenthusiasten als auch für Wissenschaftler.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass sich das Buch nicht auf taktische Luftoperationen oder detaillierte Kampfberichte konzentriert, was bei denjenigen, die solche Berichte suchen, zu Enttäuschungen führen könnte. Außerdem erwähnten einige Leser kleinere Probleme wie fehlende Seiten.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Red Wings Over the Yalu: China, the Soviet Union, and the Air War in Korea
Der Korea-Konflikt war ein Schlüsselereignis in der modernen Militärgeschichte Chinas. Die Kämpfe in Korea waren eine wichtige Erfahrung für die neu gegründeten Luftstreitkräfte der Volksbefreiungsarmee (People's Liberation Army Air Force, PLAAF), und zwar nicht nur als Testfall für diese noch junge Streitkraft, sondern auch für die spätere Entwicklung der chinesischen Luftstreitkräfte.
Xiaoming Zhang füllt die Lücken in der Geschichte dieses Konflikts, indem er sich auf kürzlich freigegebenes chinesisches und russisches Archivmaterial stützt. Er stützt sich auch auf Interviews mit chinesischen Teilnehmern am Luftkrieg über Korea. Zhangs Ergebnisse stellen konventionelle Weisheiten in Frage, wenn er die Abschussquoten und Leistungen aller am Krieg beteiligten Seiten vergleicht.
Zhang geht auch auf allgemeinere Fragen des Koreakriegs ein, wie etwa die Frage, welchen Einfluss die Luftstreitkräfte auf die Entscheidung Pekings hatten, einzugreifen.
Er geht auch auf die Bodenoperationen und Waffenstillstandsverhandlungen während des Konflikts ein. Die chinesische Führung legte großen Wert auf die Überlegenheit des menschlichen Willens gegenüber modernen Waffen, war sich aber der Vorteile der letzteren und der technologischen Grenzen Chinas durchaus bewusst.
Die Entwicklung der chinesischen Luftstreitkräfte war in dieser Zeit von entscheidender Bedeutung. Zhang bietet umfangreiches Material über die Ausbildung chinesischer Flieger und die Rolle der Sowjetunion bei dieser Ausbildung, über sowjetische und chinesische Luftoperationen in Korea und über den diplomatischen Austausch über die sowjetische Militärhilfe für China. Er untersucht die Auswirkungen des Krieges auf Chinas Auffassung von der Rolle der Luftwaffe und vertritt die Ansicht, dass die chinesische Führung erst im Golfkrieg Anfang der 1990er Jahre eine umfassende Neubewertung der im Koreakrieg verfolgten Strategie vornahm.
Für Militärhistoriker und Wissenschaftler, die sich für Luftfahrt und Außenpolitik interessieren, ist dieser Band von besonderem Interesse. Als einzigartiges Werk, das die chinesische Sichtweise darstellt, ist es sowohl eine Ergänzung als auch ein Korrektiv zu früheren Darstellungen des Konflikts. Xiaoming Zhang promovierte 1994 in Geschichte an der University of Iowa.
Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht, unter anderem im Journal of Military History, das ihn zweimal mit dem Moncado-Preis für herausragende Leistungen in der Militärgeschichte auszeichnete. Zhang wohnt derzeit in Montgomery, Alabama, wo er am Air War College lehrt.
Zhangs Studie stellt den chinesischen Luftkrieg in Korea meisterhaft in den Kontext der Entwicklung Chinas im zwanzigsten Jahrhundert. Neben wichtigen neuen Erkenntnissen über Chinas Rolle im Koreakrieg bietet Zhang eine besonders bemerkenswerte Analyse der chinesisch-sowjetischen Beziehungen in den frühen 1950er Jahren. William Stueck, Distinguished Research Professor of History, University of Georgia; Autor von The Korean War: An International History (1995) und Rethinking the Korean War: A New Diplomatic and Strategic History (2002)