
Reenactment Case Studies: Global Perspectives on Experiential History
Reenactment Fallstudien: Global Perspectives on Experiential History untersucht die Herausforderung, die das Reenactment für traditionelle Formen des Verständnisses der Vergangenheit darstellt, und fragt, wie erfahrungsbasiertes historisches Wissen mit Erinnerungsbildung und Politik zusammenhängt.
Reenactment ist ein globales Phänomen, das Living History, historisches Reality-Fernsehen, Performance-Kunst, Theater, historisch informierte Musik-Performance, experimentelle Archäologie, Pilgerreisen, Reenactment von Schlachten, Live-Rollenspiele und andere Formen umfasst. Gemeinsam ist ihnen das Bestreben, die Vergangenheit durch Authentizität, Verkörperung, Affekt, das Performative und Subjektive zu simulieren. Als solche stellt das Reenactment eine globale Form der populären historischen Wissensbildung, der Repräsentation und des Gedenkens dar. Dennoch ist Reenactment in Bezug auf seine historischen Themen, Stile und Subkulturen oft national oder lokal geprägt. Das Buch stellt daher die Frage, wie sich nationale Reenactment-Praktiken zu globalen Praktiken sowie zur Ausbreitung neuer Populismen und postkolonialer und dekolonisierender Bewegungen verhalten. Es ist das erste Buch, das diese Fragen anhand von Reenactment-Fallstudien aus verschiedenen Weltregionen behandelt.
Als Begleitband zum Reenactment Studies Handbook: Key Terms in the Field (2020) richtet sich Reenactment Case Studies an eine breite akademische Leserschaft, insbesondere in den Bereichen Geschichte, Filmwissenschaft, Erinnerungswissenschaft, Performance Studies, Museums- und Kulturerbeforschung, Kultur- und Literaturwissenschaft und Anthropologie.