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Reflections of Equality
Dieses Buch bringt eine neue Perspektive auf die Probleme der Gleichheit, wie sie in den anglo-amerikanischen Konzepten des Liberalismus diskutiert werden, vor allem aus der auf Hegel zurückgehenden deutschen intellektuellen Diskussion. Menke argumentiert, dass die Idee der Gleichheit das Herzstück der politischen Moderne ist.
Gleichzeitig ist die politische Moderne durch eine Haltung der kritischen Reflexion über den Begriff der Gleichheit im Hinblick auf seine Folgen für das Leben der Individuen gekennzeichnet. Dieses Buch untersucht die Quellen und die Legitimität sowie die Grenzen und Probleme dieser Haltung gegenüber der Gleichheit im Werk von Denkern wie Adorno, Habermas, Derrida, Hegel, Luhmann, Nietzsche, Rawls und Schmitt.
Anhand von Schlüsseltexten der modernen politischen Philosophie entwickelt der Autor die Behauptung, dass es in der Gerechtigkeit einen grundlegenden und unüberbrückbaren Konflikt gibt: zwischen allgemeinen Forderungen nach Gleichheit und der Beachtung des Einzelnen. In Auseinandersetzung mit den Rechtskonzepten der zeitgenössischen anglo-amerikanischen Liberalphilosophie wird der politische Prozess dabei als unendlicher Kampf und Verhandlung zwischen Gleichheit und Individualität verstanden.