
Governing Intellectual Property Rights Within Publicly Funded Biobanks
Regelung der Rechte an geistigem Eigentum in öffentlich finanzierten Biobanken
R. Neethu
Der Boom von Biobanken und Gesundheitsdatenbanken als Forschungsinfrastrukturen hat verschiedene rechtliche und ethische Debatten ausgelöst. Seitdem sind zahlreiche neue Entwicklungen wie Digitalisierung, Big-Data-Forschung und künstliche Intelligenz aufgetreten, die wichtige Auswirkungen auf die biobankenbasierte Forschung und Zusammenarbeit haben. Dieses neue Paradigma bietet neue rechtliche Herausforderungen für die kommerzielle Beteiligung, insbesondere in einem öffentlich finanzierten Umfeld. In diesem innovativen Buch zeigt der Autor, dass die Sicherung eines maximalen gesellschaftlichen Nutzens aus dem Wissen, das aus der Nutzung von Biobank-Ressourcen hervorgeht, in der effektiven Verwaltung von Inputs und Outputs des geistigen Eigentums im Einklang mit den Kernwerten dieser Forschung liegt.
Das Buch konzentriert sich auf die Herausforderungen, die sich aus der Einbeziehung von Rechten des geistigen Eigentums (IPR) ergeben, insbesondere in der vorwettbewerblichen Phase der biobankbasierten Forschung, und bietet ein umfassendes Verständnis der Rolle der verschiedenen IPR und zeigt die Lücken im Gesetz und ihre Auswirkungen auf Biobanken auf. Die Analyse deckt wichtige Aspekte in Bezug auf Biobanken ab, wie zum Beispiel:
⬤ Digitale Integration und Speicherung biomedizinischer Daten;
⬤ Eigentum an biologischen Proben;
⬤ Kommerzialisierung und Vorteilsausgleich;
⬤ Partnerschaftsmodelle;
⬤ Forschung im öffentlichen Sektor;
⬤ Verfügung über Proben;
⬤ Zustimmung;
⬤ Grenzüberschreitender Austausch;
⬤ Geschäftsgeheimnis;
⬤ Datenschutz;
⬤ Regulierungsverantwortung;
⬤ Geschäftsstrategien;
⬤ Ethische Überlegungen zu biologischen Ressourcen;
⬤ Patentierung von Erfindungen im Bereich der personalisierten Medizin;
⬤ Ethische Parameter im Patentrecht; und.
⬤ Rechte an genetischen Daten und Datenbanken.
Das Buch enthält Beobachtungen, Fallstudien und vom Autor geführte Interviews. Abschließend gibt der Autor überzeugende Empfehlungen für die rechtliche Interoperabilität von Regeln des geistigen Eigentums und Forschungspraktiken, die die Fähigkeit von Biobanken zur gemeinsamen Nutzung, zum Zugang und zur Wiederverwendung von Daten verbessern sollen.
Dieses Buch ist das erste seiner Art, das die organisatorischen und rechtlichen Möglichkeiten von Biobanken untersucht, insbesondere wenn es um den Schutz von Forschungsergebnissen und Technologietransfer in einem öffentlich finanzierten Umfeld geht. Es wird für alle Beteiligten am Biobanking von großem Interesse sein, insbesondere für politische Entscheidungsträger, Biobanker und Forscher, die im Bereich des Gesundheitsrechts tätig sind, sowie für Juristen, Wissenschaftler und Patienteninteressengruppen.