Bewertung:

Das Buch erörtert die wirksame Rehabilitation von Straftätern und betont dabei einen auf Stärken basierenden Ansatz und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Straftätern, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen, anstatt lediglich Risiken zu verwalten. Es kritisiert konventionelle Methoden und plädiert für individualisierte Behandlungsstrategien, die auf dem Verständnis der dem straffälligen Verhalten zugrunde liegenden Ursachen basieren.
Vorteile:Das Buch bietet Einblicke in wirksame Rehabilitationspraktiken, wobei der Schwerpunkt eher auf dem liegt, was hilft„ als auf dem, was funktioniert“. Es richtet sich an Praktiker, bietet eine einfache Erklärung des Good-Lives-Modells und regt zu innovativem Denken in der Straffälligenhilfe an. Es hat den praktischen Dialog mit Straftätern über ihre Bedürfnisse angeregt.
Nachteile:Der Inhalt kann als etwas veraltet angesehen werden, und obwohl er wertvoll ist, könnten einige Praktiker ihn als dicht und sehr theoretisch empfinden. Die Notwendigkeit eines gründlichen Verständnisses der zugrundeliegenden Theorien vor der Anwendung praktischer Instrumente kann dem Leser zusätzliche Anstrengungen abverlangen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
In den letzten zwei Jahrzehnten haben empirische Belege zunehmend die Ansicht gestützt, dass es möglich ist, die Rückfallquote zu senken, indem man Straftäter rehabilitiert, anstatt sie einfach zu bestrafen. Die Abkehr von einem reinen Bestrafungsmodell hin zu einem Rehabilitationsmodell ist wohl eines der wichtigsten Ereignisse in der modernen Strafvollzugspolitik. In diesem umfassenden Überblick wird argumentiert, dass sich die Rehabilitation sowohl auf die Förderung menschlicher Güter (d. h. die Ausstattung des Straftäters mit den wesentlichen Zutaten für ein "gutes" Leben) als auch auf die Verringerung/Vermeidung von Risiken konzentrieren sollte.
Dieser interessante Band für Studenten der Kriminologie, Soziologie und klinischen Psychologie bietet eine prägnante Zusammenfassung und Kritik des wissenschaftlichen Ansatzes zur Straftäterrehabilitation und enthält eine umfassende Bewertung sowohl des Risiko-Bedarfs-Modells als auch des Modells des guten Lebens.
Rehabilitation ist ein wertvoller Prozess, bei dem die Bedürfnisse und Wünsche von Klinikern, Klienten, Staat und Öffentlichkeit in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden müssen. In diesem Buch, das von zwei international führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Rehabilitationsforschung verfasst wurde, wird dargelegt, dass es bei der Behandlung von Straftätern nicht einfach darum geht, die beste therapeutische Technologie einzusetzen und die politische und soziale Debatte den Politikern und Entscheidungsträgern zu überlassen.