
Empires and Communities in the Post-Roman and Islamic World, C. 400-1000 Ce
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Dieses Buch befasst sich mit der Art und Weise, wie Imperien kleinere Gemeinschaften wie ethnische Gruppen, religiöse Gemeinschaften und lokale oder periphere Bevölkerungen beeinflussen. Es wirft die Frage auf, wie diese verschiedenen Arten von Gemeinschaften in größere imperiale Gebilde integriert wurden und in welchen Kontexten die Dialektik zwischen Imperien und bestimmten Gemeinschaften Störungen verursachte. Wie verstärkten (oder unterliefen) religiöse Diskurse oder Praktiken die imperialen Ansprüche? Wie wurden dabei Identitätskonstruktionen beeinflusst? Wie wurden Ägypter unter islamischer Herrschaft aufgenommen, Jemeniten in eine arabische Identität einbezogen, Aquitanier in das Karolingerreich integriert, Juden im Fatimidenkalifat? Warum führten die Auflösung des westlichen Roms und des abbasidischen Kalifats zu unterschiedlichen Arten von Staatsgebilden? Wie konnte sich das byzantinische Reich im 7. Jahrhundert erhalten, wie bauten die Franken das ihre im 9. Wie förderten einzelne Ereignisse im frühmittelalterlichen Rom und Konstantinopel die soziale Integration sowohl auf lokaler als auch auf breiterer Ebene?
und in einem breiteren Rahmen?
Das Buch konzentriert sich auf den nachrömischen Mittelmeerraum und behandelt diese Fragen in einer vergleichenden Perspektive. Es berücksichtigt die politischen Strukturen im lateinischen Westen, in Byzanz und in der frühen islamischen Welt, und zwar in einem Zeitraum, der sich hervorragend eignet, um die verschiedenen expansiven und erosiven Dynamiken von Imperien sowie ihre Interaktion mit kleineren Gemeinschaften zu untersuchen. Der Band hält sich nicht an ein einziges Gesamtmodell und vermeidet westliche Vorstellungen von Imperien, sondern verbindet individuelle Ansätze mit gemeinsamen Perspektiven. Zusammengenommen stellen diese Kapitel einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der vergleichenden Studien über vormoderne Imperien dar.