Bewertung:

Lisa Keister untersucht in ihrem Buch die krasse Vermögensungleichheit in Amerika und vertritt die Auffassung, dass Sozialwissenschaftler sich zu sehr auf die Einkommens- und nicht auf die Vermögensverteilung konzentriert haben. Anhand einer umfassenden Analyse von Daten aus den Jahren 1962 bis 1995 und innovativer Simulationsmodelle zeigt Keister die erhebliche Kluft zwischen den Reichen und den Armen auf und erörtert die Faktoren, die diese Ungleichheit aufrechterhalten.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und stützt sich auf einen umfangreichen Datensatz und Simulationsmodelle zur Analyse der Vermögensungleichheit. Es liefert wertvolle Erkenntnisse für Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger und ist ein überzeugendes Plädoyer für die Konzentration auf das Vermögen und nicht auf das Einkommen. Die Autorin hebt die Auswirkungen der Erbschaftssteuer auf die Vermögensverteilung über die Generationen hinweg wirksam hervor.
Nachteile:Das Buch könnte für diejenigen, die nicht über ein ausgeprägtes statistisches Hintergrundwissen verfügen, eine Herausforderung darstellen, da einige technische Details in einen Anhang verwiesen werden. Für Leser, die mit der Materie nicht vertraut sind, könnte das Buch zu schwer sein.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Wealth in America: Trends in Wealth Inequality
Der Vermögensbesitz in den Vereinigten Staaten ist seit langem in den Händen einer kleinen Minderheit der Bevölkerung konzentriert.
Aufgrund der spärlichen Daten zum Vermögensbesitz haben Sozialwissenschaftler der Art der Vermögensverteilung und dem Wissen über Vermögensungleichheit relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Keister fasst Theorie und Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, um ein detailliertes Bild der Vermögensverteilung der Haushalte von 1962 bis 1995 zu zeichnen.
Unter Verwendung vorhandener Umfragedaten und eines einzigartigen Simulationsmodells isoliert und untersucht der Autor die Prozesse, die zu dieser Verteilung führen, wobei er besonderes Augenmerk auf den Vermögensbesitz und die Vermögensakkumulation der obersten Vermögensinhaber legt, also derjenigen, die den Großteil des Haushaltsvermögens kontrollieren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Reichtum als Indikator für Wohlbefinden, zeigen wichtige Ursachen für die Ungleichheit von Reichtum auf und schlagen Methoden vor, um die jüngste Zunahme der Vermögenskonzentration zu verringern.