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Purity and Pollution in the Hebrew Bible
In diesem Buch legt Yitzhaq Feder eine neuartige und überzeugende Darstellung der Umweltverschmutzung im alten Israel vor, von ihrer Entstehung als verkörperter Begriff, der in der physiologischen Erfahrung verwurzelt ist, bis zu ihrem Ausdruck als allgegenwärtige Metapher im sozial-moralischen Diskurs.
Feder versucht, die biblischen und altorientalischen Zeugnisse durch Vergleiche mit Vorstellungen von Ansteckung in anderen antiken und modernen kulturellen Kontexten in ein nachhaltiges Gespräch mit anthropologischen und psychologischen Forschungen zu bringen. Er zeigt auf, dass zahlreiche Interpretationsschwierigkeiten darauf zurückzuführen sind, dass den antiken Texten moderne Konzepte aufgezwungen werden, und führt die Leser durch weitreichende Parallelen zu biblischen Einstellungen in altorientalischen, ethnographischen und modernen Kulturen.
Feder zeigt, wie zeitgenössische evolutionäre und psychologische Forschungen auf antike Texte angewendet werden können. Er schlägt auch einen Weg der Synthese vor, der die polarisierten Positionen überwinden kann, die gegenwärtig die modernen akademischen und populären Debatten über die Rolle von Biologie und Kultur bei der Gestaltung des menschlichen Verhaltens prägen.