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Amours de Voyage
Amours de Voyage (1849) ist ein Roman in Versen und ist in fünf Cantos, oder Kapiteln, als eine Folge von Briefen angeordnet. Er handelt von einer Gruppe englischer Reisender in Italien: Claude und die Familie Trevellyn geraten in die politischen Unruhen von 1849.
In dem Gedicht mischen sich das Politische („Es mag süß sein und vielleicht anständig, wenn das Land stirbt; aber im Großen und Ganzen kommen wir zu dem Schluss, dass die Römer es nicht tun werden und ich nicht“) und das Persönliche ("Weiß ich denn, dass sie mir wirklich so am Herzen lag? /Mag ich tun, was ich will, ich kann ihr Bild nicht heraufbeschwören"). Das Politische ist wichtig - daher reproduziert die Persephone-Ausgabe neun Zeichnungen der London Illustrated News von der Front -, aber die persönlichen Dilemmata sind die entscheidenden.
Claude, der im Begriff ist, sich zu erklären, zieht sich zurück und bereut dann, dass er nicht gesprochen hat. Es ist dieser Rückzug, seine Skrupel und seine Anspruchslosigkeit, die wie ein konventioneller Roman den Kern von Amours de Voyage bilden.