Bewertung:

Das Buch bietet eine eindringliche und gut recherchierte Studie über die Erfahrungen der Migranten auf dem Weg nach Nordamerika und zeigt individuelle Geschichten und Kämpfe auf. Allerdings haben Leser Probleme mit der physischen Qualität des Buches bemerkt und einige haben seine politische Haltung als zu einseitig kritisiert.
Vorteile:⬤ Beeindruckend recherchiert und referenziert
⬤ mitreißende Erzählung
⬤ individuelle Berichte vermenschlichen die Erfahrung der Migranten
⬤ fesselnde und abenteuerliche Erzählungen von Kampf und Erfolg
⬤ von einigen Lesern sehr empfohlen.
Physische Qualitätsprobleme mit herausfallenden Seiten; wird als einseitiger politischer Kommentar gegen Grenzkontrollen und Regierungsmaßnahmen wahrgenommen, dem es an Nuancen in Bezug auf die Komplexität von Souveränität und Bürgerrechten fehlt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Journey Without End: Migration from the Global South Through the Americas
Journey without End beschreibt die jahrelange Reise der „extracontinentales“ - afrikanische und südasiatische Migranten, die durch Lateinamerika in die Vereinigten Staaten ziehen. Das Buch basiert auf fünf Jahren gemeinsamer Recherche zwischen einem Journalisten und einem Anthropologen und ist eine fesselnde, manchmal surreale, erzählerische Kritik daran, wie die staatliche Einwanderungspolitik extrakontinentale Migranten im Stich lässt.
Das Buch beginnt mit Kidane, einem eritreischen Migranten, der seine schwangere Frau zurückgelassen hat, um die vierjährige Reise nach Nordamerika anzutreten; es nimmt dann die von Naturkatastrophen heimgesuchte Reise von Roshan und Kamala Dhakal von Nepal nach Ecuador auf; und es setzt sich fort mit den Irrungen und Wirrungen der kamerunischen Exilantin Jane Mtebe, die in einem bizarren Badeort am Rande des Darin Gap - dem Tor von Süd- nach Mittelamerika - gefangen ist.
Journey without End folgt diesen Migranten auf ihrer unsteten Reise, die sie in einen halbwegs dauerhaften Zustand der rechtlichen und existenziellen Liminalität versetzt. Die wechselhafte Politik schafft Profitmöglichkeiten, die die Engpässe der Migration - das Touristenviertel von Quito, einen kolumbianischen Badeort, Panamas Darin Gap und eine mexikanische Grenzstadt - in spontane migrationsorientierte Räume verwandeln, die von rassistischer, geschlechtsspezifischer und klassenbezogener Ausbeutung geprägt sind. Während dieses Kampfes erlaubt die Solidarität der Migranten gelegentliche Einblicke in einen subalternen Kosmopolitismus und die Möglichkeit einer mobilen Zukunft.