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Travelling Knowledges: Positioning the Im/Migrant Reader of Aboriginal Literatures in Canada
Im Kontext der Ent-/Kolonisierung stellt die Grenze zwischen einem Aborigine-Text und der Analyse durch einen nicht-aboriginen Außenstehenden eine besondere Herausforderung dar, die oft als unüberbrückbar gilt.
Eigenbrod argumentiert, dass politisch korrektes Schweigen nicht die Antwort ist, sondern der Literatur einen Bärendienst erweist, die wie jede Literatur darauf angewiesen ist, gelesen, gelehrt und auf verschiedene Weise verbreitet zu werden. In Travelling Knowledges schlägt Eigenbrod dekolonisierende Strategien vor, wenn man sich den Texten der Aborigines als Außenstehender nähert, und stellt konventionelle Vorstellungen von Fachwissen in Frage.
Sie kommt zu dem Schluss, dass die Literaturen kolonisierter Völker ethisch gelesen werden müssen, und zwar nicht nur ohne koloniale Etikettierungen, sondern auch mit der Verantwortung, über den Text hinaus zu lesen oder, in Lee Maracles Worten, zum „Architekten einer großen sozialen Transformation“ zu werden. Präsentiert werden die Werke von: Jeannette Armstrong (Okanagan), Louise Halfe (Cree), Margo Kane (Saulteaux/Cree), Maurice Kenny (Mohawk), Thomas King (Cherokee, lebt in Kanada), Emma LaRocque (Cree/Metis), Lee Maracle (Sto:lo/Metis), Ruby Slipperjack (Anishnaabe), Lorne Simon (Mikmaq), Richard Wagamese (Anishnaabe), und Emma Lee Warrior (Peigan).