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Religion and the Struggle for European Union: Confessional Culture and the Limits of Integration
In Religion and the Struggle for European Union untersuchen Brent F. Nelsen und James L. Guth die mächtige Rolle der Religion bei der Gestaltung der europäischen Einstellungen zur Politik, zur politischen Integration und zu den nationalen und kontinentalen Identitäten der führenden Politiker und Bürger.
Nelsen und Guth stellen fest, dass der Katholizismus jahrhundertelang die Universalität der Kirche und die wesentliche Einheit der Christenheit propagierte. Der Protestantismus hingegen schätzte die Partikularität und fürchtete die katholische Vorherrschaft. Diese unterschiedlichen Visionen von Europa haben den Integrationsprozess in der Nachkriegszeit tiefgreifend beeinflusst. Nelsen und Guth vergleichen die katholische Auffassung von Europa als einer einzigen kulturellen Einheit, die am besten als einheitliches Gemeinwesen regiert werden sollte, mit der traditionellen protestantischen Entfremdung von der kontinentalen Kultur und der Vorliebe für pragmatische Zusammenarbeit gegenüber dem Verzicht auf Souveränität. Wie die Autoren zeigen, widersetzt sich diese tiefe kulturelle Kluft, die ihre Wurzeln in den Kämpfen der Reformation hat, der laufenden Säkularisierung des Kontinents. Wenn sie nicht angegangen wird, bedroht sie Jahrzehnte hart erkämpfter Errungenschaften bei Sicherheit und Wohlstand.
Das weitsichtige und datenreiche Buch Religion and the Struggle for European Union (Religion und der Kampf um die Europäische Union) bietet einen pragmatischen Weg nach vorn bei den Versuchen der EU, ihre sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisen zu lösen.