
Religion and Gender-Based Violence: Global and Local Responses to Harmful Practices
Dieses Buch nimmt die Religion als Ausgangspunkt für eine tiefere Untersuchung der Frage, warum geschlechtsspezifische Gewaltpraktiken fortbestehen und welche möglichen Maßnahmen zu ihrer Beseitigung beitragen könnten.
Internationale Geber haben sich verpflichtet, geschlechtsspezifische Schäden, insbesondere Gewalt gegen Frauen, zu verringern und zu beenden, aber klare Antworten auf die Frage, warum schädliche Praktiken fortbestehen, sind oft nur langsam zu finden. Die theologische Forschung tut sich schwer, eindeutige Zusammenhänge zu finden, und doch wird die Religion von den Menschen vor Ort häufig als Grund für Praktiken wie die Beschneidung von Frauen, die Beschneidung von Männern, Früh- und Zwangsverheiratung, Ernährungstabus und Geburtspraktiken, obligatorische (Un-)Verschleierung, schädliche spirituelle Praktiken, Polygamie, ungleiche Ehe- und Erbschaftsrechte und so genannte Ehrenverbrechen genannt. In diesem Buch werden empirische Fälle von religiösen, nicht-religiösen und säkularen Akteuren vorgestellt, darunter lokale und internationale Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in den Bereichen Entwicklung, Gesundheit und Gleichstellungspolitik. Das Buch geht den unterschiedlichen Auffassungen darüber nach, wie Religion sowohl kontextuell als auch historisch mit geschlechtsspezifischer Gewalt verwoben ist, und beleuchtet hilfreiche und nicht hilfreiche sowie falsche und schädliche Auffassungen von solchen Praktiken aus lokaler und globaler Sicht.
Dieses Buch, das die Perspektive der Frauen selbst in den Mittelpunkt stellt, ist eine wichtige Lektüre für Entwicklungspraktiker und politische Entscheidungsträger sowie für Forscher in den Bereichen Religionswissenschaft, Gender Studies und globale Entwicklung.