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Rembrandt and the Female Nude
Rembrandts außergewöhnliche Gemälde weiblicher Akte - Andromeda, Susanna, Diana und ihre Nymphen, Dana, Bathseba - sowie seine Radierungen nackter Frauen haben viele Generationen von Kunstliebhabern und Kunsthistorikern fasziniert, aber sie haben auch heftige Kritik hervorgerufen.
Sie galten als gegen den Strich gebürstet, antiklassisch, ja sogar hässlich und unangenehm. Doch Rembrandt wählte konventionelle Sujets, hielt sich eng an altehrwürdige Bildschemata und war sich des hohen Ansehens bewusst, das der Darstellung des nackten weiblichen Körpers zukam.
Warum also weichen diese Werke so radikal von den Darstellungen nackter Frauen anderer Künstler ab? Um diese Frage zu beantworten, untersucht die Autorin Rembrandts Gemälde und Radierungen vor dem Hintergrund etablierter Bildtraditionen in den Niederlanden und in Italien. Indem sie Rembrandts intensiven Dialog mit den Werken von Vorgängern und Kollegen untersucht, zeigt die Autorin, dass es Rembrandt mehr als jedem anderen Künstler darum ging, beim Betrachter größtmögliche Empathie zu wecken. Dies hatte weitreichende Konsequenzen für die moralischen und erotischen Implikationen der von Rembrandt gewählten Themen.
In dieser reich bebilderten Studie präsentiert der Autor einen innovativen Ansatz zu Rembrandts Ansichten über die Kunst der Malerei, seine Haltung gegenüber der Antike und der italienischen Kunst der Renaissance, seine anhaltende Rivalität mit den Werken anderer Künstler, seinen Umgang mit den moralischen und erotischen Fragen, die mit Themen mit weiblichen Akten verbunden sind, und die Natur von Rembrandts künstlerischen Entscheidungen. Dieser Titel wurde 2007 in die engere Wahl für den Charles Rufus Morey Award der College Art Association aufgenommen.