
Renaissance Papers 2022
Renaissance Papers versammelt die besten wissenschaftlichen Aufsätze, die jedes Jahr bei der Southeastern Renaissance Conference eingereicht werden. Das Thema des diesjährigen Bandes lautet „Sakrale Orte, säkulare Räume“. Er beginnt mit einem „Wer ist es“-Rätsel und untersucht zwei Porträts von Raffael, die das Heilige bzw. das Profane verkörpern. Der nächste Aufsatz befasst sich sowohl mit dem Sakralen als auch mit bildlichen Innovationen in Holbeins Predella Der tote Christus, während der folgende Aufsatz das Sakrale durch die kritische Linse der Ethnie betrachtet und argumentiert, dass nordeuropäische Kirchenmänner Ansichten über Ethnie normalisierten, indem sie rassifizierte Artefakte strategisch in ihren Kirchen platzierten. Die Szene verlagert sich dann ins Venedig des 16. Jahrhunderts, wo die griechische Gemeinde mit den örtlichen Behörden um das Recht streitet, eine heilige Stätte für die Bestattung ihrer Toten einzurichten. Die nächsten beiden Aufsätze schwingen das Pendel in Richtung des Säkularen: Ein Aufsatz über Ökokritik legt nahe, dass die frühe Neuzeit das Heilige aus der Natur verdrängt hat, und präsentiert ein Rabelais'sches Gegenmittel, während ein Aufsatz über Spensers The Faerie Queene es als Entwurf für die Kolonisierung darstellt. Der Band schließt mit.
Mitwirkende: Julie Fox-Horton, Lorenz A. Hindrichsen, Heather Hirschfeld, Elizabeth Lisot-Nelson, Jesse Russell, Victor Velzquez, John N. Wall, Jennifer Wu.
Die Zeitschrift wird von Jim Pearce von der North Carolina Central University und Ward Risvold von der Georgia College and State University herausgegeben.