Bewertung:

Das Buch setzt sich kritisch mit dem Zustand des Bildungswesens in den USA auseinander und konzentriert sich dabei auf die nachteiligen Auswirkungen von Top-down-Managementansätzen und den Einfluss von Prominenten auf die Bildungsreform. Der Autor wirft wichtige Fragen über die Beziehung zwischen Bildung, Demokratie und Globalisierung auf und diskutiert verschiedene Reformbemühungen durch eine Erzählung, die kulturelle Figuren und aktuelle Themen miteinander verbindet.
Vorteile:Das Buch wird hoch gelobt, weil es wichtige Fragen zu Bildungsreformen und deren Auswirkungen auf die Demokratie aufwirft. Es bietet eine interessante Erzählung, die verschiedene kulturelle Bezüge miteinander verbindet und dadurch zum Nachdenken anregt und relevant ist. Der Autor vertritt klare Standpunkte und übt aufschlussreiche Kritik an der aktuellen Bildungslandschaft, was das Buch für das Verständnis bildungspolitischer Debatten nützlich macht.
Nachteile:Manche Leser könnten den Erzählstil als mäandernd und ohne kohärente Struktur empfinden, da er nicht immer direkte Antworten liefert. Außerdem könnten die Argumente als nicht besonders neu empfunden werden, und die starke Beteiligung von Prominenten wie Oprah könnte nicht bei allen Lesern Anklang finden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Respect for Teachers: The Rhetoric Gap and How Research on Schools is Laying the Ground for New Business Models in Education
Seit über 30 Jahren befinden wir uns inmitten eines Paradoxons. Einer fragwürdigen Logik folgend, die Bildung als Mittel zum wirtschaftlichen Zweck betrachtet, haben sich die Bemühungen um eine Reform des Bildungswesens darauf konzentriert, die USA im internationalen wirtschaftlichen Wettbewerb vor dem Abrutschen zu bewahren.
Indem wir uns auf Tests als Maßstab verlassen haben, haben wir am Ende möglicherweise unser menschliches Potenzial verringert und sind weniger wettbewerbsfähig geworden. Unser System hat sich in seinem Kern, in seinen philosophischen Grundsätzen und in seinen letztendlichen Auswirkungen verschlechtert, indem es unsere Jugend einem unangemessenen Druck aussetzt und ihre Kreativität unterdrückt. Der Titel von Respect for Teachers geht auf einen Satz - vielleicht ein Codewort - in der Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation im Jahr 2011 zurück und setzt sich mit den Auswirkungen auseinander.
Er stellt eine Verbindung zwischen Angriffen auf Lehrer, Gewerkschaften und Schulen sowie der falschen Darstellung von Forschungsergebnissen und der Förderung neuer Wirtschaftsmodelle im Bildungswesen her und legt nahe, dass die Obama-Regierung, ohne sich dessen bewusst zu sein, die Weichen für eine rasche Privatisierung des öffentlichen Systems stellt. Dies gefährdet nicht nur die egalitären Grundlagen der Demokratie, sondern erinnert uns auch daran, dass die Schulbildung ein großes Geschäft ist - weltweit geht es um viele Billionen Dollar.
Joseph Schumpeter sagte einmal: „Keine Bourgeoisie hat jemals Kriegsgewinne verabscheut“. Respekt geht von der Prämisse aus, dass auch keine Bourgeoisie jemals etwas gegen die Beute der Schulreform hatte.