Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Adoption und Wirtschaft und stellt eine kontroverse Theorie zur Entschädigung von leiblichen Eltern bei internationalen Adoptionen vor. Während die Autoren spannende Einblicke und eine Fülle von Informationen bieten, kritisieren einige Leser die zugrundeliegende Logik ihrer Vorschläge, insbesondere die Idee der Monetarisierung von Geburten.
Vorteile:⬤ Fesselnder und verständlicher Schreibstil
⬤ gut recherchiert und mit Beispielen aus der Praxis
⬤ präsentiert eine neue Perspektive zur Verbesserung der internationalen Adoption
⬤ ausgewogene Argumente
⬤ enthält bewegende und humorvolle Elemente.
⬤ Verweist auf potenziell fehlerhafte Logik im Zusammenhang mit der Entschädigung von leiblichen Eltern
⬤ einige Leser sind nicht einverstanden mit der Idee, mehr Geld in ein bereits korruptes System zu stecken
⬤ wirft ethische Bedenken gegen die Monetarisierung des Adoptionsprozesses auf.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Saving International Adoption: An Argument from Economics and Personal Experience
Ausgezeichneter akademischer Titel des Jahres 2018
Die internationale Adoption ist praktisch zusammengebrochen, die Adoptionsraten sind seit 2004 um mehr als die Hälfte gesunken und fallen weiter. Dennoch brauchen Millionen von verwaisten und schutzbedürftigen Kindern auf der ganzen Welt ein dauerhaftes Zuhause, und Tausende von amerikanischen und europäischen Familien sind bereit, sie aufzunehmen. Viele Regierungsbeamte, internationale Bürokraten und Sozialkommentatoren behaupten, dass diese Adoptionen nicht im "besten Interesse" des Kindes sind. Sie behaupten, dass die Adoption Kinder ihrer "Geburtskultur" beraubt, ihre rassische Identität bedroht und sogar dem weit verbreiteten Kinderhandel Vorschub leistet. Prominente Adoptiveltern werden öffentlich beschimpft, weil sie Kinder aus ihren leiblichen Familien stehlen.
In diesem Buch wird argumentiert, dass der Widerstand gegen die Adoption, der angeblich auf dem Wohl des Kindes beruht, oft ein Vorwand ist, um den Nationalstolz zu schützen. Die Befürchtungen, dass rassenübergreifende Adoptionen Schaden anrichten könnten, stehen weitgehend im Widerspruch zu empirischen Beweisen. Was den Kinderhandel betrifft, so wollen die Gegner der internationalen Adoption diesen abschaffen, weil er zu sehr einem Markt für Kinder ähnelt. Dieses Buch stellt diese Ansicht jedoch radikal in Frage: Was wäre, wenn wir die Marktkräfte in der internationalen Adoption nicht unterdrücken, sondern zulassen würden, damit sie angemessen reguliert werden können? Was wäre, wenn das internationale System mehr wie die offene Adoption in den Vereinigten Staaten funktionieren würde, wo sich Geburts- und Adoptiveltern treffen und privat über den Austausch der elterlichen Rechte verhandeln können? Auf diese Weise, so argumentieren die Autoren, könnten die Missbräuche beseitigt werden, die derzeit die internationale Adoption heimsuchen.
Mit ihren wirtschaftlichen Analysen und provokanten Analogien aus anderen Politikbereichen stellen die Autoren die vorherrschende Meinung in Frage. Ausgehend von den Erfahrungen ihrer eigenen Familie mit dem Adoptionsprozess schreiben sie auch offen darüber, wie sich dieser Prozess für Eltern und Kinder anfühlt.