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Rhetorical Economy in Augustine's Theology
Augustinus von Hippo (354-430 n. Chr.) studierte und lehrte fast zwei Jahrzehnte lang Rhetorik, bis er mit einunddreißig Jahren seine Stelle als Professor für Rhetorik in Mailand aufgab, um ein neues Leben als Christ zu beginnen.
Dies war kein klarer Bruch im Denken des Augustinus. Die frühere Forschung hat viel dazu beigetragen, uns zu zeigen, dass Augustinus rhetorische Ideen über Texte und Reden in sein Denken über Homiletik, die Bildung von Argumenten und die Schriftauslegung integrierte. In den letzten Jahrzehnten hat eine neue Bewegung unter den Gelehrten begonnen zu zeigen, dass Augustinus rhetorische Konzepte auch in Bereiche seines Denkens trug, die jenseits des typischen Anwendungsbereichs der rhetorischen Handbücher lagen.
In Rhetorical Economy in Augustine's Theology leistet Brian Gronewoller einen Beitrag zu dieser neuen Welle der Wissenschaft, indem er Augustins Verwendung des rhetorischen Konzepts der Ökonomie in seinen Theologien der Schöpfung, der Geschichte und des Bösen detailliert untersucht, um Einblicke in diese grundlegenden Aspekte seines Denkens zu gewinnen. Die Studie zeigt, dass Augustinus die rhetorische Ökonomie als Logik benutzte, mit der er eine Vielzahl von Spannungen innerhalb dieser drei Bereiche seines Denkens sowie anderer Bereiche, mit denen sie sich überschneiden, erklärte und auf verschiedene Herausforderungen antwortete - einschließlich seines Verständnisses von Vorsehung, göttlichem Handeln und göttlicher Ordnung.