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Risk and Crisis Communication: Navigating the Tensions between Organizations and the Public
Die Risiko- und Krisenkommunikation befasst sich damit, wie sich die Interaktion zwischen Organisationen und ihren Interessengruppen während einer Risiko- oder Krisensituation gestaltet. Littlefield und Sellnow gehen davon aus, dass es bei der Betrachtung bewährter Verfahren bestimmte Spannungen gibt, auf die eine Organisation reagiert.
Diese Spannungen ähneln denen, die zwischen Individuen beim Management ihrer Beziehungen auftreten. Daher wenden Littlefield und Sellnow eine interpersonelle Theorie, die so genannte relationale Dialektik (RDT), auf die Risiko- und Krisenkommunikation an und untersuchen die Ergebnisse aus der Sicht der Beamten und der Öffentlichkeit. Frühere Forschungsarbeiten haben sich auf die absenderorientierte Top-Down-Kommunikation konzentriert, um die Wirksamkeit bestimmter Strategien zu bewerten, die von Sprechern eingesetzt werden, um das öffentliche Image zu verbessern oder eine Entschuldigung zu übermitteln.
Im Gegensatz dazu beruht der Ansatz von Littlefield und Sellnow auf einer kulturzentrierten Betrachtungsweise und legt nahe, wie kulturelle Elemente die Art der Spannungen, mit denen jede Organisation konfrontiert war, beeinflusst haben könnten. Risk and Crisis Communication veranschaulicht die Anwendung von RDT anhand von sieben Fallstudien, die sich jeweils auf eines der Spannungsfelder konzentrieren und somit sowohl für Wissenschaftler als auch für Organisationsleiter von Interesse sind.