Bewertung:

Das Buch ist eher eine akademische Analyse von Rita Hayworths Karriere und ihrer Rolle als Star als eine traditionelle Biografie. Es untersucht Themen im Zusammenhang mit dem Feminismus, der Behandlung von Frauen in Hollywood und dem gesellschaftlichen Druck, dem Frauen in der Filmindustrie ausgesetzt sind. Während einige Leser den eingehenden akademischen Ansatz und die Analyse schätzen, sind viele andere enttäuscht, dass es an persönlichen Einblicken mangelt und sich eher wie eine Forschungsarbeit liest.
Vorteile:Das Buch bietet eine nachdenklich stimmende und wissenschaftliche Analyse von Rita Hayworths Leben und Karriere, wobei der Schwerpunkt auf feministischen Perspektiven und der Konstruktion ihrer Starpersönlichkeit liegt. Es eignet sich gut für Filmwissenschaftler und alle, die sich für die Analyse der Hollywood-Kultur, insbesondere in Bezug auf Frauen und ethnische Zugehörigkeit, interessieren.
Nachteile:Viele Leser finden das Buch langweilig, übermäßig technisch und nicht das, was sie von einer Biografie erwartet haben. Es ist voll von akademischem Jargon, es fehlt eine persönliche Sichtweise von Hayworth oder ihrer Familie, und es konzentriert sich mehr auf theoretische Argumente als auf unterhaltsame Erzählungen.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Being Rita Hayworth: Labor, Identity, and Hollywood Stardom
Wer war Rita Hayworth? Die als Margarita Carmen Cansino geborene Schauspielerin war ihr Leben lang den Definitionen anderer unterworfen, egal wie sehr sie sich um ihre eigene Identität bemühte. Obwohl es viele "Enthüllungen" über ihr Leben und ihre Karriere gegeben hat, ist Adrienne McLeans Buch das erste, das zeigt, dass solche Enthüllungen von Anfang an Teil eines konstruierten Bildes waren.
McLean untersucht Hayworths Beteiligung an der Erschaffung ihrer Starpersönlichkeit, insbesondere durch ihre Arbeit als Tänzerin - ein Thema, das von den meisten Filmwissenschaftlern ignoriert wird. Es stellt sich heraus, dass die passive Liebesgöttin eine einzigartige Anziehungskraft auf andere Frauen ausübte, die es wie sie außerordentlich schwierig fanden, die konkurrierenden Anforderungen von Familie, Häuslichkeit und beruflicher Arbeit außerhalb des Hauses zu bewältigen.
Being Rita Hayworth untersucht auch die Art und Weise, wie die Schauspielerin im Laufe der Jahre von der Filmwissenschaft behandelt wurde, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, manchmal auf ihre Kosten. Einige von Hayworths bekanntesten Filmen - darunter Gilda (1946), Down to Earth (1947), The Lady from Shanghai (1948) und Affair in Trinidad (1952) - werden eingehend besprochen.