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Der simbabwische Präsident Robert Mugabe spaltet die Meinungen und verkörpert die Widersprüche der Geschichte und der politischen Kultur seines Landes.
Als Symbol der afrikanischen Befreiung und entschiedener Gegner der weißen Herrschaft wurde er von vielen respektiert und verehrt. Dieser heroische Status stand in den Augen seiner Gegner und Opfer in scharfem Kontrast zu den wiederholten Zyklen grober Menschenrechtsverletzungen.
Mugabe leitete die Zerstörung einer pulsierenden Gesellschaft, die Kapitalflucht und die Massenauswanderung, die durch die Politik seiner Regierung ausgelöst wurden, was zu seinem dämonischen Bild in den westlichen Medien führte. Diese zeitgemäße Biografie befasst sich mit dem Staatsstreich, der von einigen von Mugabes engsten Vertrauten angeführt wurde und der ihn nach siebenunddreißig Jahren an der Macht zum Rücktritt zwang. Sue Onslow und Martin Plaut schildern Mugabes prägende Erlebnisse als Kind und junger Mann, seine Rolle als bewunderter afro-nationalistischer Führer im Kampf gegen die weiße Siedlerherrschaft und seine Entwicklung zu einem politischen Manipulator und Überlebenskünstler.
Sie befassen sich auch mit dem Aufkommen der politischen Opposition gegen seine Führung und der unruhigen Zeit der Koalitionsregierung. Letztlich offenbaren sie die Komplexität des Mannes, der Simbabwes ersten vier Jahrzehnten der Unabhängigkeit seinen Stempel aufdrückte.