Bewertung:

Das Buch erzählt fesselnd vom Leben eines Ungarn unter kommunistischer Herrschaft und untersucht den Einfluss des Rock 'n' Roll in einem repressiven Umfeld. Es beleuchtet den Wunsch nach Freiheit und die Macht der Musik und bietet Einblicke in die kulturelle Landschaft hinter dem Eisernen Vorhang in den 60er und 70er Jahren.
Vorteile:Das gut geschriebene und fesselnde Buch lässt sich kaum aus der Hand legen und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Rolle der Musik bei der persönlichen Befreiung und dem kulturellen Ausdruck. Der Leser schätzt den vielfältigen Hintergrund des Autors und seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, ebenso wie die nostalgischen und emotionalen Verbindungen, die es hervorruft. Er kontrastiert das Leben im Westen effektiv mit der kommunistischen Erfahrung.
Nachteile:Einige Leser könnten die ersten Kapitel als weniger fesselnd empfinden, obwohl das Buch im weiteren Verlauf immer besser wird. Es ist auch zu befürchten, dass jüngere Leser den historischen Kontext und die Bedeutung der geschilderten Kämpfe nicht ganz erfassen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Rocking Toward a Free World: When the Stratocaster Beat the Kalashnikov
Stephen Colbert nennt Andr s Simonyi "den einzigen Botschafter, den ich kenne, der eine gute Gitarre spielen kann". Tatsächlich ist Simonyi, der ehemalige ungarische Botschafter in den USA, vielleicht der einzige Diplomat, der auch eine Rockband leitet.
Und als beides hat er zwei der mächtigsten Kräfte des modernen Lebens erlebt: Demokratie und Rock'n'Roll. In ROCKING TOWARD A FREE WORLD reflektiert Simonyi über die tiefgreifende Wirkung dieser beiden Kräfte in seinem Leben. Er schildert, wie er im Ungarn der 1960er Jahre hinter dem Eisernen Vorhang aufwuchs und wie die Musik unter dem kommunistischen Regime zwar mächtig, aber heimlich war: Platten wurden auf dem Schwarzmarkt geschmuggelt, Konzerte fanden im Geheimen statt, Proteste wurden in Texten versteckt.
Wer erwischt wurde, musste mit Strafen rechnen, sogar mit Gefängnis. Aber Simonyi war entschlossen und wusste, wie Musik die kulturell Verarmten ernähren konnte. Inspiriert von der Protestmusik aus den USA und dem Vereinigten Königreich gründete er eine Band, freundete sich mit Musikern an und wurde Teil der aufkeimenden Rockszene.
Es gab Rückschläge, die Unterdrückung durch das Regime und das Scheitern seiner eigenen Träume vom Starruhm. Aber Simonyi wurde im Gleichschritt mit seinem kämpfenden Heimatland erwachsen. Als 1989 ein Konzert von Amnesty International in Budapest einen nachhaltigen Wandel in Ungarn einläutete, war es Simonyi, inzwischen ein Bürokrat, der dazu beitrug, dass das Konzert zustande kam.
Im selben Jahr fiel die Berliner Mauer, und der Kommunismus begann seinen Zusammenbruch. Inspirierend und bewegend zeigt ROCKING TOWARD A FREE WORLD die sanfte Kraft des Rock'n'Roll als Motor des Wandels und wie er einen Jungen dazu inspirierte, in seinem Land und in der Welt etwas zu bewirken.