Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Darstellung von Roger Casement, einer einflussreichen Figur der irischen Geschichte, und verknüpft sein Leben mit wichtigen historischen Zusammenhängen. Es ist gut recherchiert und fesselnd für Leser, die sich für den irischen Nationalismus und humanitäre Bemühungen interessieren. Es wird jedoch wegen Ungenauigkeiten und eines übertrieben hagiografischen Ansatzes kritisiert, der seine historische Genauigkeit untergräbt.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und klar geschrieben
⬤ vermittelt ein gutes Gesamtbild von Roger Casements Leben
⬤ verbindet seine Geschichte mit der europäischen und der Weltgeschichte
⬤ wird für seine geschickte Erzählweise und seinen fesselnden Inhalt gelobt.
⬤ Kritisiert, weil es mehr Hagiographie als Geschichte ist
⬤ enthält Ungenauigkeiten und Missverständnisse
⬤ lässt historische Strenge vermissen
⬤ der Autor versäumt es, sich kritisch mit wichtigen Fragen im Zusammenhang mit Casements Leben und Handeln auseinanderzusetzen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Roger Casement: 16lives
Eine faszinierende Untersuchung des außergewöhnlichen Lebens von Roger Casement, der im Rahmen des Aufstands von 1916 hingerichtet wurde und gegen das Kaiserreich kämpfte, das ihn zuvor zum Ritter geschlagen hatte.
Roger Casement war zwei Jahrzehnte lang britischer Konsul. Seine Ermittlungen über die Gräueltaten im Kongo führten jedoch dazu, dass Casement eine antiimperialistische Haltung einnahm. Dies führte schließlich dazu, dass er sich auf die Seite der irischen republikanischen Bewegung schlug, was schließlich zum Aufstand von 1916 führte.
Von den Briten wegen Waffenhandels verhaftet, wurde er im Tower of London inhaftiert und anschließend in einem international beachteten Prozess wegen Hochverrats auf die Anklagebank des Royal Courts of Justice gesetzt. Er wurde am 3. August - auf den Tag genau zwei Jahre nach der britischen Kriegserklärung von 1914 - im Gefängnis von Pentonville gehängt.