Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 7 Stimmen.
Red Lines: Political Cartoons and the Struggle Against Censorship
Eine lebendige grafische Erzählung berichtet über die Zensur politischer Karikaturen auf der ganzen Welt und enthält Interviews mit zensierten Karikaturisten von Pittsburgh bis Peking.
Warum fühlen sich die Mächtigen durch politische Karikaturen so bedroht? Karikaturen verraten keine Geheimnisse und bewegen keine Märkte. Doch wie Cherian George und Sonny Liew in Red Lines zeigen, wurden Karikaturisten für ihre Frechheit schikaniert, getrollt, verklagt, gefeuert, eingesperrt, angegriffen und ermordet. Die Robustheit der politischen Karikatur - eine der elementarsten Formen der politischen Rede - sagt etwas über die Gesundheit der Demokratie aus. In einer lebendigen grafischen Erzählung - illustriert von Liew, der selbst ein preisgekrönter Karikaturist ist - durchquert Red Lines den Globus, um den Puls einer angegriffenen Berufung zu fühlen.
Ein syrischer Karikaturist beleidigt den Präsidenten und lässt sich von Schlägern die Hände brechen. Ein indischer Karikaturist setzt sich gegen Frauenfeindlichkeit ein und erhält Vergewaltigungsdrohungen. Ein israelischer Künstler wird mit seinen antirassistischen Werken von den Algorithmen der sozialen Medien zensiert. Und die New York Times, die ins Kreuzfeuer der Kulturkriege gerät, beschließt, keine redaktionellen Karikaturen mehr zu veröffentlichen. Red Lines befasst sich mit dünnhäutigen Tyrannen, der unsichtbaren Hand der Marktzensur und den Forderungen im Namen der sozialen Gerechtigkeit, das Recht auf Beleidigung einzuschränken. Es enthält Interviews mit mehr als sechzig Karikaturisten und Erkenntnisse von Kunsthistorikern, Rechts- und Politikwissenschaftlern - alles in anschaulicher Form dargestellt. Dieser fesselnde Bericht macht deutlich, dass die Zensur von Karikaturen nicht nur für Karikaturisten und ihre Fans von Bedeutung ist. Wenn die roten Linien falsch angewandt werden, sind alle Bürger potenzielle Opfer.