Bewertung:

Das Buch ist eine einzigartige und wertvolle Quelle über Ziolkowsky, aber es leidet unter erheblichen redaktionellen Problemen, die seine Klarheit und Lesbarkeit beeinträchtigen.
Vorteile:⬤ Einzigartiger und wesentlicher Inhalt über Ziolkowski
⬤ sehr gut geschrieben
⬤ lobenswert, da es eine der wenigen englischen Quellen zu diesem Thema ist.
⬤ Braucht sorgfältige Bearbeitung
⬤ einige technische Passagen sind fast unverständlich
⬤ mehrere Rechtschreib- und Anwendungsfehler vorhanden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Red Cosmos: K. E. Tsiolkovskii, Grandfather of Soviet Rocketry
Lange bevor das Weltraumrennen die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich zog, entwickelte K. E. Tsiolkovskii die ersten mehrstufigen Raketen, die später als Grundlage sowohl für das amerikanische als auch das sowjetische Raketenprogramm dienen sollten.
Dieser Wissenschaftler aus der Provinz, der oft als Großvater der russischen Raketentechnik bezeichnet wird, erhielt von Stalin sogar die Erlaubnis, am 1. Mai 1935 auf dem Roten Platz eine Rede zu halten, in der er die technologische Zukunft der Sowjetunion lobte und gleichzeitig seine eigenen Visionen von der Eroberung des Kosmos träumte und erläuterte. Später benutzte das Chruschtschow-Regime ihn als "Aushängeschild" für die sowjetische Exzellenz während des Kalten Krieges im Wettstreit mit den Vereinigten Staaten. Ironischerweise haben einige Revisionisten seither auf diese unverhohlene Förderung durch die Kommunistische Partei hingewiesen, um Tsiolkowskis wissenschaftliche Beiträge herunterzuspielen.
James T. Andrews erforscht die Vielschichtigkeit dieses Mannes und zeigt, dass Tsiolkovskii viel mehr war als nur ein Raketenerfinder oder ein Propagandawerkzeug. Er war ein Wissenschaftspopularisator, Romanautor, technischer Erfinder und Visionär, dessen Science-Fiction-Schriften futuristische Zeichnungen von Raumstationen enthielten, lange bevor sie auf dem Reißbrett eines Ingenieurs erschienen.
Andrews stöbert in unzähligen russischen Archiven und erstellt nicht nur einen biografischen Bericht, sondern auch eine Studie über die sowjetische Technologiepropaganda, die lokale wissenschaftliche Bildung, die öffentliche Kultur in den 1920er und 1930er Jahren und die kulturellen Auswirkungen der Raumfahrt.