Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 6 Stimmen.
Red Winter
Politische Spannungen flammen auf, als eine ehebrecherische Romanze im Herzen eines kargen schwedischen Winters aufblüht
Wir befinden uns im Schweden der späten siebziger Jahre: Die vier Jahrzehnte währende Herrschaft der einst unzerstörbaren sozialdemokratischen Partei ist zu Ende. Die Parteien der extremen Linken beginnen zu mobilisieren, in der Hoffnung, das vorherrschende kapitalistische Modell auf nationaler Ebene, aber auch in den Straßen, Fabriken und Kleinstädten im Norden zu überwinden. Hier lernen wir Siv kennen: eine verheiratete Mutter von drei Kindern, die in der Jugendabteilung ihrer örtlichen sozialdemokratischen Ortsgruppe arbeitet. Ohne Vorwarnung verliebt sich Siv in den jungen Maoisten Ulrik, der vor kurzem aus dem Süden Schwedens gekommen ist, um die Stahlarbeitergewerkschaft zu militarisieren - und die Kontrolle zu übernehmen.
Anneli Furmarks Roter Winter verwebt die Geschichte von Siv, Ulrik und den konzentrischen Kreisen von Spannungen, die sich langsam um sie herum aufbauen und das Fundament ihrer Familie zu zersetzen drohen. Ihre drei Kinder sehen zu, wie sich ihre Mutter verändert, ohne es zu verstehen. Siv und Ulrik lassen sich durch die Jahreszeit treiben und denken über ihre Handlungen, ihre Politik, ihre Liebe und deren unausweichliche Folgen nach - während Furmarks zarte Blau- und Orangetöne die filmischen Qualitäten der isolierten nordschwedischen Landschaft noch verstärken. Roter Winter ist die Geschichte einer Liebe, die in der Dunkelheit des Winters spukt.