
Routledge International Handbook of Poverty
Das erste der Millenniumsziele der Vereinten Nationen war die Verringerung der extremen Armut, die sich 2014 im Vergleich zu 1990 halbiert hat, und nun wird die Beseitigung von Armut und Hunger bis 2030 angestrebt. Der Rückgang der Armut ist in hohem Maße die Folge der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in einigen Ländern, vor allem in China, doch in vielen Ländern rund um den Globus ist die Armut immer noch hoch und beeinflusst die Gesamtentwicklung der Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund bietet dieses Handbuch eine aktuelle Analyse und einen Überblick über das Thema aus einer Vielzahl von theoretischen und methodischen Blickwinkeln.
Das Handbuch ist in vier Teile gegliedert und vermittelt Kenntnisse darüber, was Armut ist, wie sie sich entwickelt hat und welche Art von Maßnahmen zur Armutsbekämpfung erfolgreich sein könnten. In Teil I werden begriffliche Fragen untersucht und Konzepte mit der relativen Stellung der Menschen in der Gesellschaft und dem Verständnis von Gerechtigkeit in Verbindung gebracht. Teil II zeigt, wie sich Armut entwickelt hat. Er verbindet vorhandenes empirisches Wissen mit regionalen/nationalen Verständnissen des Themas Armut. Teil III analysiert politische Maßnahmen und Interventionen mit dem Ziel, die Armut im nationalen und globalen Kontext zu verringern oder zu lindern. Er umfasst eine Vielzahl von Ländern und Beispielen. In Teil IV schließlich erfahren wir, was gegen die Armut getan werden kann, welche Instrumente zur Verfügung stehen, um die Armut, wie wir sie heute kennen, zu beenden.
Dieser Band ist ein unschätzbares Nachschlagewerk für Studierende und Wissenschaftler in den Sozialwissenschaften, insbesondere in den Bereichen Soziologie, Sozialpolitik, Public Policy, Entwicklungsstudien, internationale Beziehungen und Politik.