Bewertung:

Das Buch versucht, einen bedeutenden Moment im britischen Rugby und seine Überschneidung mit gesellschaftlichen Themen wie der Apartheid zu untersuchen. Viele Rezensenten waren jedoch der Meinung, dass es dem Buch an Tiefe und kritischer Analyse des historischen Kontextes mangelt, was zu Enttäuschungen führte. Einige schätzten zwar bestimmte Beschreibungen von Spielen und persönliche Überlegungen, aber die Gesamtausführung blieb hinter den Erwartungen zurück.
Vorteile:Einige interessante Beschreibungen von Rugbyspielen und Einblicke von Springbokspielern. Das Buch hat das Potenzial, Rugby-Fans zu begeistern und bietet eine einzigartige Perspektive auf die umstrittene Tour.
Nachteile:Es fehlt eine umfassende Analyse der historischen Bedeutung der Apartheid und ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen. Versäumt es, die Reaktionen auf die Springboks angemessen zu reflektieren. Einige Passagen, wie z. B. die Bezeichnung des Massakers von Sharpeville als „so genannt“, werden als schockierend und unterminierend empfunden. Der Rückgriff auf veraltete Erinnerungen anstelle detaillierter historischer Recherchen ist enttäuschend, und viele hätten von einem Autor mit fortgeschrittenem Abschluss in Geschichte mehr erwartet.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Rugby Behind Barbed Wire - The 1969/70 Springboks Tour of Britain and Ireland
Wir waren die ganze Zeit von Polizeikordons und Stacheldraht umgeben, ganz zu schweigen von der Entführung unseres Busses..." - Tommy Bedford, Springboks Nr. 82019 und 2020 jährt sich die umstrittene Rugby-Tournee der Springboks auf die Britischen Inseln 1969/70 zum fünfzigsten Mal - ein Meilenstein sowohl auf sportlicher als auch auf politischer Ebene.
Die Tournee, die zur Zeit der Apartheid in Südafrika stattfand, war durchweg von gewalttätigen Demonstrationen gegen die "Botschafter der Apartheid" geprägt. Szenen mit skandierenden Demonstranten vor den Hotels und Flughäfen der Spieler und Demonstranten, die von der Polizei vom Spielfeld gezerrt wurden, waren keine Seltenheit. Rauchbomben und Mehlbomben gehörten ebenfalls zum Spieltagsprogramm.
Es waren wilde und nervenaufreibende Zeiten für die Spieler auf der Tournee, die in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt waren, sich verstecken mussten, um mögliche Gewalt zu vermeiden, und zwischendurch auch noch versuchen mussten, Rugby zu spielen. Während der anstrengenden Tournee, die drei Monate und acht Tage dauerte und sie zwischen England, Wales, Schottland und Irland hin und her führte, mussten sie versuchen, die stolze Tradition früherer sehr erfolgreicher Springbok-Touren durch die Inseln fortzusetzen.
Anhand von persönlichen Interviews mit den Spielern, darunter Mannschaftskapitän Dawie de Villiers, Vizekapitän Tommy Bedford und anderen hochrangigen Mitgliedern der Mannschaft, sowie anderen Schlüsselfiguren wie dem Anti-Apartheid-Aktivisten Peter Hain, führt Rugby Behind Barbed Wire den Leser in den inneren Kreis einer belagerten Gruppe von Sportlern, die einfach nur Rugby spielen wollten, obwohl es konzertierte Bemühungen gab, sie davon abzuhalten. Der Autor geht auch auf den politischen Kontext der Ereignisse ein und erklärt, warum so viele der Meinung waren, dass die Unterbrechung der Tournee eine moralische und politische Notwendigkeit darstellte.