Bewertung:

Das Buch „Russian Information Warfare: Assault on Democracies in the Cyber Wild West“ von Bilyana Lilly bietet eine detaillierte Untersuchung von Russlands Strategien und Aktionen, die darauf abzielen, Demokratien durch verschiedene Formen der Cyber-Kriegsführung und Fehlinformation zu untergraben. Das Buch enthält eine gründlich recherchierte Analyse früherer Spionageaktionen und bietet Einblicke in die Beweggründe der russischen Außenpolitik. Während das Buch anfangs dicht und akademisch ist, wird es immer fesselnder, wenn es sich mit spezifischen Fallstudien über Russlands Aktionen gegen andere Nationen befasst, insbesondere in Bezug auf die Schnittstelle zum Westen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informationsreich
⬤ zeitnahe und relevante Analyse aktueller Ereignisse
⬤ bietet Kontext und Verständnis für die russische Außenpolitik
⬤ umfasst erfolgreiche und erfolglose Beispiele russischer Einflussnahme
⬤ ist so geschrieben, dass es sowohl für Laien als auch für Fachleute von Nutzen ist
⬤ bietet augenöffnende Einblicke in die von Russland eingesetzten Strategien.
⬤ Der Anfang kann langsam und übermäßig akademisch sein, was einige Leser abschrecken könnte
⬤ erfordert ein Interesse an detaillierten geopolitischen Analysen
⬤ könnte schwer sein für diejenigen, die eine leichte Lektüre suchen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Russian Information Warfare: Assault on Democracies in the Cyber Wild West
Russian Information Warfare: Assault on Democracies in the Cyber Wild West untersucht, wie Moskau versucht, die Grundsätze, auf denen Demokratien beruhen, mit Füßen zu treten, und was wir tun können, um dies zu verhindern. Das Buch analysiert insbesondere, wie die russische Regierung Cyberoperationen, Desinformation, Proteste, Attentate, Staatsstreiche und vielleicht sogar Explosionen einsetzt, um Demokratien von innen heraus zu zerstören, und was die Vereinigten Staaten und andere NATO-Staaten tun können, um sich vor Russlands Angriffen zu schützen.
Der Kreml setzt seit über einem Jahrzehnt Cyberoperationen als Mittel der Außenpolitik gegen die politische Infrastruktur der NATO-Mitgliedstaaten ein. Neben diesen Cyber-Operationen hat die russische Regierung eine Reihe vielfältiger und hinterhältiger Aktivitäten eingeleitet, die auf den ersten Blick chaotisch erscheinen mögen. Russische Militärwissenschaftler und -doktrinen kategorisieren diese Aktivitäten elegant als Komponenten eines einzigen strategischen Spielbuchs - der Informationskriegsführung. Dieses Konzept bricht die binären Grenzen von Krieg und Frieden auf und betrachtet den Krieg als eine kontinuierliche, gleitende Konfliktskala, die zwischen den beiden Extremen Frieden und Krieg schwankt, aber nie ganz eines von beiden erreicht. Die russische Regierung hat in allen NATO-Staaten Informationskriegsführung betrieben, um verschiedene Ziele zu erreichen. Welches sind diese Ziele? Welche Faktoren beeinflussen höchstwahrscheinlich die Entscheidung Russlands, bestimmte Arten von Cyberoperationen gegen politische Infrastrukturen durchzuführen, und wie sind sie mit den anderen Aktivitäten des Kremls im Bereich der Informationskriegsführung verknüpft? Inwieweit sind diese Cyberoperationen und Informationskriegskampagnen bei der Erreichung der angeblichen Ziele Moskaus wirksam? Dr. Bilyana Lilly befasst sich mit diesen Fragen und nutzt ihre Erkenntnisse, um Verbesserungen bei der Gestaltung der US-Informationspolitik zu empfehlen.
Politik zur Bekämpfung des russischen gegnerischen Verhaltens im Cyberspace, indem wir verstehen, unter welchen Bedingungen, gegen welche Wahlkomponenten und zu welchen Zwecken im Rahmen umfassenderer Informationskriegskampagnen Russland bestimmte Arten von Cyberoperationen gegen politische Infrastrukturen einsetzt.