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Russia in World History: A Transnational Approach
Russia in World History verwendet einen vergleichenden Rahmen, um die russische Geschichte in einem globalen Kontext zu verstehen. Das Buch stellt die Vorstellung von Russland als Ausreißer der europäischen Zivilisation in Frage, indem es ausgewählte Themen der modernen russischen Geschichte zusammen mit Beispielen aus dem britischen Empire untersucht.
Choi Chatterjee analysiert die Konzepte von Nation und Imperium, Selbstsein und Subjektivität, Sozialismus und Kapitalismus sowie Revolution und Weltordnung im 19., 20. und 21. Dabei überdenkt sie viele historische Erzählungen, die unverblümt einen liberalen Westen gegen ein repressives, autoritäres Russland stellen. Stattdessen plädiert Chatterjee für eine umfassendere Perspektive, die zeigt, dass die imperialen Praktiken der Aneignung menschlicher und natürlicher Ressourcen in allen europäischen Imperien, sowohl im Osten als auch im Westen, gleich waren.
Er bezieht die Geschichten berühmter Denker wie Leo Tolstoi, Emma Goldman, Wangari Maathai, Arundhati Roy und anderer mit ein. Diese einzigartige Interpretation des modernen Russlands setzt sich aus den unterschiedlichen Lebensläufen und Erfahrungen derjenigen zusammen, die den Status quo in Frage stellen und eine andere Denkweise fördern. Dies ist ein bahnbrechendes Buch mit großen und provokativen Ideen über die Geschichte der modernen Welt, das sowohl für Studenten des modernen Russlands als auch der Weltgeschichte eine wichtige Lektüre sein wird.