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Seeds of Control: Japan's Empire of Forestry in Colonial Korea
Die japanische Kolonialherrschaft in Korea (1905-1945) führte Programme zur Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ein, die den Zugang zu den ausgedehnten Bergen und Wäldern der Halbinsel und die Besitzverhältnisse tiefgreifend veränderten. Unter dem Motto „Liebe zum Wald“ versuchte die Kolonialregierung, den Rhythmus und die Routine des landwirtschaftlichen Lebens umzustrukturieren, und zwar in allen Bereichen, von der Beheizung des Hauses bis zur Nahrungszubereitung.
Holzindustrielle lenkten die koreanischen Waldressourcen in Versorgungsketten, die im Gleichschritt mit Japans kaiserlicher Sphäre wuchsen. Diese Mechanismen der Ressourcenkontrolle wurden erst nach 1937 gestärkt, als die Halbinsel und ihre Wälder für den totalen Krieg mobilisiert wurden. In dieser umfassenden Studie untersucht David Fedman den japanischen Imperialismus durch die Brille des Waldschutzes im kolonialen Korea - ein Projekt der Umweltkontrolle, das das Kaiserreich selbst überdauerte.
In Seeds of Control werden die Wurzeln der japanischen Vorstellungen über die koreanische Landschaft sowie die Folgen und Nachwirkungen der japanischen Ansätze zur „Begrünung“ Koreas untersucht und der Begriff des Naturschutzes auf den Prüfstand gestellt. Anhand von Quellen in japanischer und koreanischer Sprache schreibt Fedman die kolonisierten Länder in die japanische Umweltgeschichte ein und enthüllt eine weitgehend unerzählte Geschichte des grünen Imperialismus in Asien.