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Safari Nation: A Social History of the Kruger National Park
Safari Nation eröffnet neue Wege in der Erforschung der Nationalparks in Afrika und dem Rest der Welt. Der Krüger-Nationalpark ist das berühmteste Naturschutzgebiet Südafrikas und bekannt für seine reiche Flora und Fauna.
Dem Autor Jacob Dlamini zufolge hat der Park auch eine andere Seite, eine von Wissenschaftlern und populären Schriftstellern gleichermaßen vernachlässigte Sozialgeschichte, in der Schwarze (d. h. Afrikaner, Farbige und Inder) im Mittelpunkt stehen.
Safari Nation beschreibt detailliert, wie sich Schwarze im Laufe des 20. Jahrhunderts für den Naturschutz und den Park engagierten - ein Engagement, das über die Standardfigur des (schwarzen) Arbeiters und Wilderers hinausgeht.
Durch die Erforschung der komplexen und dynamischen Art und Weise, in der Schwarze verschiedener Klassen, Rassen, Religionen und sozialer Hintergründe mit dem Krüger-Nationalpark in Beziehung standen, und mit Hilfe von bisher ungesehenen Archivfotos, wirft Dlaminis Erzählung auch ein neues Licht darauf, wie und warum Afrikas Nationalparks - von Wissenschaftlern oft als koloniale Zumutungen verspottet - das Ende der weißen Herrschaft auf dem Kontinent überlebten. Anhand von mündlichen Erzählungen, Fotografien und Archivrecherchen setzt sich Safari Nation sowohl mit der afrikanischen Geschichtsschreibung als auch mit aktuellen Debatten über die „Landfrage“, Demokratie und Staatsbürgerschaft in Südafrika auseinander.