
Sasanian Archaeology: Settlements, Environment and Material Culture
Das sasanische Reich war eine der Großmächte der Spätantike und beherrschte vier Jahrhunderte lang die riesige Region, die sich von Syrien und dem Kaukasus bis nach Zentralasien erstreckt. Klassische, armenische, jüdische und arabische Schriftquellen beleuchten seine Geschichte, und Studien seiner Felsreliefs, Stuckarbeiten, Silber, Seiden, Münzen und Glyptik haben das Bild einer reichen höfischen Kultur mit starker iranischer Prägung entstehen lassen.
Die materielle Alltagskultur ist jedoch weit weniger bekannt, ebenso wie die Wirtschaft, die das sasanidische Reich aufrechterhielt und unterstützte und seine ständige militärische Überlegenheit gegenüber seinen westlichen Rivalen untermauerte. Die vorliegende Aufsatzsammlung befasst sich mit diesen Aspekten und bietet einen Ansatz, der sich fast vollständig auf archäologische und wissenschaftliche Forschungen stützt, von denen viele hier zum ersten Mal vorgestellt werden. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die wiederum Belege für sasanische Stätten, Siedlungen und Landschaften, ihre komplexen landwirtschaftlichen Ressourcen sowie ihr Handwerk und ihre Industrie untersuchen.
Jedem Abschnitt ist ein Essay vorangestellt, in dem die allgemeinen Forschungsfragen und der aktuelle Wissensstand dargelegt werden. Das Buch beginnt und endet mit einer allgemeinen Einleitung und einer Schlussfolgerung, in der dargelegt wird, warum dieser neue Ansatz notwendig ist und wie er dazu beiträgt, unsere Wahrnehmung der Komplexität und Macht des sasanidischen Reiches zu verändern.