Bewertung:

Das Buch untersucht das Leben und die Verbrechen von Jimmy Savile und liefert einen ernüchternden Bericht über die Gräueltaten, die er begangen hat, während es gleichzeitig die Mitschuld derjenigen aufzeigt, die Machtpositionen innehatten und seine Taten ignorierten oder vertuschten. Es vermischt Tatsachenberichte mit persönlichen Erzählungen und liefert so eine beunruhigende, aber wichtige Darstellung des gesellschaftlichen Versagens in Bezug auf Missbrauch und Manipulation.
Vorteile:Viele Rezensenten lobten das Buch für seine gut geschriebene, detaillierte Darstellung und sein Bemühen, sich an sachliche Berichte ohne Sensationslust zu halten. Es öffnet die Augen für den Charakter von Savile und das Ausmaß seiner Manipulation. Das Buch wird dafür gelobt, dass es den Opfern eine Stimme gibt und die beunruhigende Realität der gesellschaftlichen Mitschuld am Missbrauch aufzeigt.
Nachteile:Mehrere Kritiker bemängelten, das Buch wiederhole sich und biete keine neuen Erkenntnisse, die über das hinausgingen, was bereits in der Presse berichtet worden war. Einige hielten den Text für schlecht ausgeführt und wiesen auf Probleme bei der Bearbeitung und Korrektur hin. Obwohl das Buch als notwendiger Bericht über die Ereignisse angesehen wird, waren viele Leser der Ansicht, dass es ihm an Tiefe und persönlicher Untersuchung mangelt, was zu der Schlussfolgerung führte, dass es in erster Linie eine Zusammenfassung der bestehenden Medienberichterstattung ist.
(basierend auf 84 Leserbewertungen)
Savile - The Beast: The Inside Story of the Greatest Scandal in TV History
Als Sir Jimmy Savile im Oktober 2011 starb, wurde er als erfolgreicher Spendensammler gefeiert, der seine Zeit für wohltätige Zwecke einsetzte. Doch am 3.
Oktober 2012 strahlte ITV eine Untersuchung über Saviles Verhalten mit dem Titel Exposure: The Other Side of Jimmy Savile aus. Darin enthüllten sie den wahren, räuberischen und bösartigen Mann hinter der beliebten TV-Persönlichkeit. In dem Dokumentarfilm behaupteten mehrere Frauen, er habe sie als Minderjährige sexuell missbraucht.
Dies löste in den folgenden Tagen und Wochen eine Flut von Anschuldigungen von anderen angeblichen Opfern aus. Bisher wurde die Polizei gerufen, um Berichte über Missbrauch an kleinen Kindern zu untersuchen, die bis ins Jahr 1959 zurückreichen, und man geht davon aus, dass die Zahl der Opfer bei etwa 300 liegt. Wie Savile jedoch so lange mit solch ungeheuerlichen Verbrechen davonkommen konnte, ist Gegenstand heftiger Debatten und hat zu Untersuchungen mehrerer britischer Institutionen geführt.
Die BBC wurde kritisiert und führt eine interne Untersuchung durch, um zu klären, warum Saviles Verhalten nie in Frage gestellt wurde und warum Missbrauchsvorwürfe während seiner langen Karriere bei der BBC nicht aufgedeckt wurden. Auch die Absetzung einer Newsnight-Sendung im Jahr 2011 wird derzeit untersucht. Das Gesundheitsministerium hat außerdem angekündigt, dass es sein eigenes Verhalten bei der Ernennung von Savile zum Leiter einer "Taskforce" untersuchen wird, die 1998 die Leitung des psychiatrischen Hochsicherheitskrankenhauses Broadmoor beaufsichtigte.
Auch im Stoke Mandeville Hospital und im Leeds General Infirmary, wo Savile ehrenamtlich tätig war, soll es zu Missbrauchsfällen gekommen sein. Dies ist ein gut recherchierter und informativer Blick darauf, wie es einem räuberischen Pädophilen möglich war, so lange unbemerkt zu bleiben und das Vertrauen einer Nation auf so grausame und bösartige Weise zu brechen.