Bewertung:

Das Buch ist eine zu Herzen gehende Gedichtsammlung von Daniel Ruefman, die sich mit wichtigen Themen des Lebens wie Freude, Trauer, Familie und Verlust beschäftigt. Die Leser finden die Gedichte fesselnd und nachvollziehbar und berühren oft persönliche Erfahrungen wie Elternschaft und Trauer.
Vorteile:Fesselnde und bewegende Poesie, nachvollziehbare Themen, zu Herzen gehende Erforschung von Lebenserfahrungen, einfache, aber wirkungsvolle Verse, die den Leser emotional ansprechen. Der Schreibstil wird als eine Mischung aus Hicok und Bukowski beschrieben und spricht auch diejenigen an, die keine Poesieexperten sind.
Nachteile:Das Buch ist vielleicht nicht für jeden geeignet, vor allem nicht für diejenigen, die es nicht gewohnt sind, Gedichte zu lesen. Manchen Lesern könnte der Einstieg in die Poesie schwer fallen, auch wenn diese Sammlung als leichter zugänglich bezeichnet wird.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Sleep Bringer
Rezension
Die neue Sammlung von Daniel Ruefman ist intim und erhellend. Sie setzt sich mitfühlend mit Schwäche und Verlust auseinander und vermittelt eine Großzügigkeit des Geistes. Im Titelgedicht findet sich ein frischgebackener Vater zwischen Kindheitserinnerungen und elterlicher Freude wieder und wird zu dem tröstenden Riesen, den er einst in seinem Vater sah. Ruefmans leise beobachtende Stimme glänzt in dem sanften Porträt „Arthur“ und in „Canoeing Canaveral“, einer einnehmenden Villanelle. Das Herzstück dieser Sammlung sind die eindringlichen Kadenzen von „There You Were“ und „Broken“, die zärtlich den Verlust von Ruefmans kleinem Sohn thematisieren. Mehrere Gedichte zeugen von einem ausgeprägten Bewusstsein für menschliche Schwächen: „Inbox Anger“ und ‚Socrates Had It Right‘ schildern auf brutale Weise den familiären Egoismus, während ‚Danforth House‘ und ‚White Noise‘ einen nationalen Diskurs hinterfragen, der ‚uns in den Schlaf lullt‘.
Jonna Gjevre, Autorin von Requiem in La Paz
Ruefmans Schlafbringer-Gedichte sind emotional, menschlich und zugänglich. In einer raffinierten poetischen Sauce gekocht, bewahren sie dennoch eine rohe Verletzlichkeit. Die kraftvollen Lieben und Verluste der Elternschaft haben ihn an einige schwierige und verzweifelte existenzielle Orte geführt, und er, als „Schlafbringer“, denkt darüber nach, wie er seine Kinder in einer gefährlichen Welt beschützen kann, in der Neugeborene auf unerklärliche Weise sterben können. Seine Desillusionierung über die Gesellschaft zieht sich durch die ganze Sammlung, und die Religion ist „schal“ geworden wie ein altes Karamellbonbon, „eingebettet“ in „Streusand, der nicht nähren konnte, und Zellophan, das nicht retten konnte.“
Sandra J. Lindow, Autorin / Herausgeberin von Die Alchemie der Sterne II