Bewertung:

Das Buch „Saunter“ von McKinney ist eine Sammlung von Gedichten, die sich mit Themen wie Stille, Natur und den Grenzen der Sprache auseinandersetzen. Die Gedichte kombinieren eine experimentelle Sprache mit Reflexionen, die tiefe Einblicke bieten und das Leseerlebnis sowohl herausfordernd als auch lohnend machen.
Vorteile:Der Autor beweist eine einzigartige Fähigkeit, tiefe Gedanken durch elliptische Visionen und Fragmente zu vermitteln. Die Sammlung ist eine nachdenkliche Meditation über Stille und Sprache, mit einem einnehmenden und wilden poetischen Stil, der an Thoreau erinnert. Die Texte ziehen den Leser in ihren Bann und lösen starke emotionale Reaktionen aus.
Nachteile:Der experimentelle Charakter der Gedichte könnte für einige Leser eine Herausforderung darstellen, die möglicherweise mehr Anstrengung erfordert, um sie vollständig zu verstehen. Die eindringlichen Themen und abstrakten Ausdrücke könnten diejenigen nicht ansprechen, die einfache Poesie suchen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Saunter: Poems
Joshua McKinneys Debüt-Gedichtband Saunter zeigt eine immense Hingabe und Leidenschaft für die Sprache in all ihren Aspekten. Er beschäftigt sich intensiv mit den Worten und erfreut sich am Spiel der zufälligen Verbindungen und Komplikationen.
Dieses Vergnügen und das Spiel mit den Gegensätzen zeigt sich in Zeilen wie: „Eine Öffnung / ein Cello erklimmt / eine Treppe. Aufgestanden, / ein Gedanke fällt.“ McKinneys Bewusstsein für die komplexe Resonanz der Literaturgeschichte und aktuelle Fragen der Sprache zeigt sich darin, dass er die Erscheinung der Sprache, nicht nur ihren Klang oder ihre relative Bedeutung, zu einem integralen Aspekt seiner Gedichte macht.
Gleichzeitig ist das Thema oft überraschend mythisch und geheimnisvoll und vertritt absolute Freiheit und Wildheit. Seine verschlungenen Verse sind aufrichtig in ihren Beobachtungen und gleichzeitig in sich selbst gekehrt, schlendernd in konstruierter Indirektheit.