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Dirty Gold: How Activism Transformed the Jewelry Industry
Die Reaktion der Schmuckindustrie auf eine Kampagne für Gold aus ethischen Quellen ist eine Fallstudie über die Macht der Wirtschaft in der globalen Umweltpolitik.
Der Goldabbau kann ein schmutziges Geschäft sein. Es entstehen riesige Mengen an giftigen Stoffen, die nur schwer zu entsorgen sind. Die Minen werden oft ohne die Zustimmung der Gemeinden erschlossen, und die Arbeitsbedingungen für die Bergleute sind oft schlecht. Mit den Einnahmen aus Gold wurden Kriege finanziert. Und die Verbraucher kaufen Eheringe und Goldketten, ohne von all dem zu wissen. In Dirty Gold zeigt Michael Bloomfield, was geschah, als Earthworks, eine kleine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Washington, eine Kampagne für ethisch einwandfreies Gold auf dem Markt für Verbraucherschmuck startete, die sich an Tiffany und andere große Unternehmen richtete. Die Entwicklung der Kampagne und ihre Auswirkungen auf die Schmuckindustrie sind ein Lehrstück für den wachsenden Einfluss der Wirtschaft auf die globale Umweltpolitik.
Earthworks plante eine "Shame"-Kampagne, die auf die Marken und den Ruf der Unternehmen abzielte und darauf setzte, dass Firmen wie Tiffany nicht mit Verschmutzung, Gewalt und Ausbeutung in Verbindung gebracht werden wollten. Tatsächlich nahm Tiffany Kontakt zu Earthworks auf, bevor die Kampagne gestartet werden konnte.
Das Unternehmen war bereits auf der Suche nach Partnern für die Suche nach Gold aus ethischen Quellen.
Bloomfield untersucht die Reaktionen von drei Unternehmen auf den "No Dirty Gold"-Aktivismus: Tiffany, Wal-Mart und Brilliant Earth, ein kleines Unternehmen, das ethischen Schmuck verkauft. Er stellt fest, dass sie eine Fallstudie darüber bieten, wie Firmen auf den Druck von Aktivisten reagieren und was passiert, wenn sich Unternehmen an privaten Governance-Systemen wie den "Goldenen Regeln" und dem "Conflict-Free Gold Standard" beteiligen. Ausgehend von der Unternehmensebene untersucht Bloomfield die verschiedenen Möglichkeiten und Beschränkungen für die politische Mobilisierung von Unternehmen innerhalb der Branche.