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Scholastic Affect
Die scholastischen Theologen vervollkommneten die Jungfrau Maria im Laufe des Mittelalters in Europa zunehmend. Maria wurde makellos und bot eine unmögliche, aber ideologisch nützliche Vision des Frauseins.
Dieses Werk bietet eine implizite Theorie über den Nutzen und die Gefühle von Frauen in einer christlichen Heilsökonomie. Die Jungfrau wurde als beschämende Technologie eingesetzt, die das Gefühlsleben der Frauen zum Schweigen brachte und auslöschte. Diese Schande besteht bis heute fort, wenn auch in säkularisierten, mutierten Formen.
Dieses Element nutzt die intellektuelle Geschichte des mittelalterlichen Denkens, um die Schritte bei der Kodifizierung von Marias Vollkommenheit nachzuzeichnen. Es nutzt dann die zeitgenössische Gender- und Affekttheorie, um die Auswirkungen von Marias Vollkommenheit in der Moderne zu betrachten und die emotionalen Regime der mittelalterlichen Vergangenheit auf die Gegenwart zu übertragen.