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Beauty Diplomacy: Embodying an Emerging Nation
Auch wenn Schönheitswettbewerbe in den USA und anderswo als frauenfeindlich und veraltetes kulturelles Überbleibsel der Vergangenheit kritisiert werden, erfreuen sich Schönheitswettbewerbe im Globalen Süden immer größerer Beliebtheit, und Nigeria ist eines der Länder, die bei diesem Trend an vorderster Front stehen. In einem Land mit über 1.000 gemeldeten Schönheitswettbewerben sind diese Veranstaltungen mehr als nur eine oberflächliche Form der Unterhaltung.
Beauty Diplomacy nimmt uns mit in die Welt der nigerianischen Schönheitswettbewerbe, um zu sehen, wie sie sich in umstrittene Vehikel zur Förderung komplexer Ideen über Geschlecht und Macht, Ethnizität und Zugehörigkeit und eine sich schnell verändernde Artikulation der nigerianischen Nation verwandeln. Anhand von vier Fallstudien zu Schönheitswettbewerben wird in diesem Buch untersucht, wie die sich verändernde Position Nigerias in der globalen politischen Ökonomie und die bestehenden kulturellen Spannungen verschiedene Formen des verkörperten Nationalismus prägen, bei denen von den Teilnehmerinnen erwartet wird, dass sie erkennbare Elemente der nigerianischen kulturellen Identität integrieren und gleichzeitig ein Narrativ über ein neu entstehendes, global relevantes Nigeria vermitteln.
Oluwakemi M. Balogun untersucht die nigerianischen Schönheitswettbewerbe kritisch im Kontext der großen Übergänge innerhalb des Nationalstaates und nutzt diese Ereignisse als Objektiv, um die nigerianische nationale Identität und die internationalen Beziehungen zu verstehen.