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Emergency Writing: Irish Literature, Neutrality, and the Second World War
Anna Teekells Emergency Writing nimmt Irlands Euphemismus für den Zweiten Weltkrieg, "the Emergency", ernst und stellt die Frage, was mit Literatur passiert, die während eines Ausnahmezustands geschrieben wurde, und was es für das Schreiben bedeutet, eine Reaktion auf einen Ausnahmezustand zu sein.
Gestützt auf eine eingehende Textanalyse von Werken von Samuel Beckett, Elizabeth Bowen, Flann O'Brien, Louis MacNeice, Denis Devlin und Patrick Kavanagh sowie auf Archivmaterial und historische Forschungen zeigt Emergency Writing, wie die irische Spätmoderne eine Reaktion auf die soziopolitischen Bedingungen des gerade unabhängig gewordenen irischen Freistaats und auf eine sich voll entfaltende Moderne in Literatur und Kunst war. Das irische Schrifttum im Gefolge der Unabhängigkeit, des Gaelic Revival, von Yeats und Joyce ist ein Werk, das sich auf die Moderne als eine Reihe von diskursiven Praktiken beruft, mit denen den politischen Frömmigkeiten des Freistaats entgegengetreten wird.
Emergency Writing bietet einen neuen Ansatz für die literarische Moderne und die Literatur des Konflikts, indem es das ethische Dilemma der Neutralität - emotional, politisch und rhetorisch - in einer Welt im Krieg betrachtet.