Bewertung:

Das Buch „Scrap“ von Mike Padgett bietet eine fesselnde Darstellung des Lebens in einer Gemeinde nach dem Bergbau und konzentriert sich auf die Kämpfe eines ehemaligen Bergmanns und seiner Familie inmitten der wirtschaftlichen Verwüstung nach der Schließung der Gruben. Der Roman befasst sich mit Themen wie Geschlechterrollen, Selbstbestimmung und den Auswirkungen der Sozialpolitik und bietet eine Erzählung, die reich an lokalem Wissen und emotionaler Tiefe ist.
Vorteile:⬤ Fesselnde und authentische Darstellung des Lebens in einer Bergbaugemeinde.
⬤ Starke Charakterentwicklung und einprägsame Interaktionen.
⬤ Gekonnte Verwendung des lokalen Dialekts und der Umgangssprache steigert den Realismus.
⬤ Wichtige Themen wie Geschlechterrollen, Selbstbestimmung und wirtschaftliche Not werden wirkungsvoll erforscht.
⬤ Die Erzählung bietet Humor inmitten ernster Themen, was sie unterhaltsam und nachvollziehbar macht.
⬤ Die übergreifenden Themen der Machtlosigkeit und der Opferrolle können für einige Leser beunruhigend sein.
⬤ Der ständige Hintergrund der Rache kann zu einer Spannung führen, die sich manchmal nicht auflösen lässt.
⬤ Einige Leser könnten die ernsten Themen überwältigend oder deprimierend finden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Scrap
SCRAP spielt in dem fiktiven ehemaligen Bergbaudorf Brodworth und erzählt zehn Jahre nach der Schließung der örtlichen Grube die Geschichte des fünfzigjährigen ehemaligen Bergarbeiters Phil Steele, der versucht, wieder ein ehrliches Leben zu führen und seinen Stolz und seine Würde wiederzuerlangen.
Phil kämpft immer noch darum, nach der Schließung der Grube einen neuen Lebensinhalt zu finden, und fürchtet, auf den Schrotthaufen geworfen zu werden. Er ist nicht mehr der Mann, der er einmal war, und das wirkt sich auch auf seine Familie aus. Seine Frau Deb ist frustriert und verfolgt ihren eigenen Traum, ein Café zu besitzen und zu leiten, mit oder ohne seine Unterstützung. Sein arbeitsloser Sohn Gav zeigt wenig Interesse daran, in ein Vater-Sohn-Klempnerunternehmen einzusteigen, und zieht es stattdessen vor, mit seinen Kumpels „leichtes“ (wahrscheinlich illegales) Geld zu verdienen, indem er „ein bisschen dies und ein bisschen das“ macht. Phil klammert sich an die Vergangenheit als Mitglied einer Bergbaugemeinde, indem er sich in seine Garage zurückzieht, um an seinem klassischen BSA Golden Flash Motorrad zu arbeiten - ein Restaurierungsprojekt, das er nur wenige Wochen vor Beginn des Bergarbeiterstreiks begonnen hat. Das Motorrad ist das letzte verbliebene Symbol für die Hoffnung, den Stolz und die Würde, die er als junger Bergarbeiter hatte.
Jetzt, in der letzten Woche seines Ausbildungskurses, hat er eine gewalttätige Begegnung mit einem alten Feind aus seiner Zeit bei den Streikposten. Dies führt Phil zu der Erkenntnis, dass seine Unfähigkeit, sein früheres Leben hinter sich zu lassen, ihn egozentrisch gemacht und seine eigene Sicherheit und die seiner Familie gefährdet hat.