
Building Schools, Making Doctors: Architecture and the Modern American Physician
Im späten 19. Jahrhundert erkannten die medizinischen Ausbilder, die die amerikanischen Ärzte zu wissenschaftlich ausgebildeten Elitefachleuten machen wollten, schnell den Wert des Designs medizinischer Schulen für ihre Reformbemühungen.
Zwischen 1893 und 1940 baute fast jede medizinische Hochschule des Landes ihre Einrichtungen um oder renovierte sie grundlegend. In Building Schools, Making Doctors (Schulen bauen, Ärzte machen) zeigt Katherine Carroll, dass die in diesem Zeitraum errichteten neuen Gebäude nicht nur ein neues System der medizinischen Ausbildung beherbergten. Sie trugen aktiv zur Definition und Förderung einer reformierten Pädagogik, der modernen Wissenschaft und des neuen Arztes bei.
Ihre interdisziplinäre und weitreichende Studie rückt die Architektur von der Peripherie der medizinischen Ausbildung in den Mittelpunkt und enthüllt ein Netzwerk von medizinischen Ausbildern, Architekten und Philanthropen, die davon überzeugt waren, dass das Ausbildungsumfeld selbst die Art und Weise, wie die Studenten lernten und welche Art von Ärzten sie wurden, prägte. Carroll bietet die erste umfassende Studie über die Wissenschaft und Pädagogik, die durch die neuen Einrichtungen formuliert wurden, den Einfluss von Spendern und Architekten, die Auswirkungen der Bildungszentren auf das Stadtbild und die lokale Gemeinschaft sowie die Privilegierung weißer Männer in der Ärzteschaft während dieser prägenden Zeit für Ärzte und medizinische Schulen.