Bewertung:

In den Rezensionen zu „Weft“ wird das Buch als eine komplexe Mischung aus Horror, Familiendrama und sozialem Kommentar vor einem anschaulich beschriebenen Hintergrund beschrieben. Die Protagonistin Bridget ist eine Hochstaplerin, die sich mit ihrem Teenager-Sohn Jake durch die Absurditäten des amerikanischen Vorstadtlebens schlägt. Das Buch zeichnet sich durch seinen Witz, seine emotionale Tiefe und seine unerwarteten erzählerischen Wendungen aus.
Vorteile:Das Buch zeichnet sich durch bildhafte und sinnliche Beschreibungen aus, die den Schauplatz zum Leben erwecken. Es vermischt gekonnt die Genres und kombiniert Elemente des Horrors, der Familiendynamik und der Gesellschaftskritik. Die Darstellung der Charaktere, insbesondere der Mutter-Sohn-Beziehung, ist komplex und emotional ansprechend. Es ist fesselnd, witzig und regt zum Nachdenken an, mit einer klugen Kritik am amerikanischen Vorstadtleben.
Nachteile:Einige Leser könnten den unkonventionellen Ausgangspunkt in einem Einkaufszentrum als störend empfinden. Die Vermischung der Genres könnte bei denen, die eine geradlinige Erzählung suchen, nicht gut ankommen. Die Tiefe der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen könnte Leser, die reine Unterhaltung suchen, überfordern.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Weft
Seit einem Jahr sind Bridget und ihr Teenager-Sohn nicht mehr zu Hause gewesen. Sie leben in Motelzimmern und fahren jetzt von Einkaufszentrum zu Einkaufszentrum, um sich als Casting-Direktoren auszugeben, die nach Kindern mit Star-Potenzial Ausschau halten - also nach Kindern, deren Eltern zu sehr auf Ruhm aus sind, um zu merken, dass sie betrogen werden.
Doch an einem Halloween-Wochenende führt Bridgets Suche nach einem Ziel sie zu einem Spukhaus tief in einer bewachten Wohnanlage, wo ihre Lügen sie beide in Gefahr bringen und jede Hoffnung auf eine Rückkehr nach Hause zunichte machen. Weft enträtselt Bridgets verschlungenes, heimliches Leben mit Präzision und Dynamik.
Die Prosa von Kevin Allardice ist sinnlich: Sie ist lebendig genug, um zu berühren, und verblüffend genug, um den Puls zu beschleunigen. Allardice hat einen Roman abgeliefert, der noch lange, nachdem wir unsere Leichen im Keller verstaut haben, seine Spuren hinterlassen wird.