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Black Freedom in the Age of Slavery: Race, Status, and Identity in the Urban Americas
Vor der Abschaffung der Sklaverei führten Menschen afrikanischer Abstammung, die in Amerika lebten, ein kompliziertes Leben, indem sie in ihrem Alltag ständig die Grenzen der Rassenunterschiede überwinden und aushandeln mussten - ein Verhalten, das oft als Herausforderung der Grundlagen der weißen Autorität angesehen wurde.
In Black Freedom in the Age of Slavery (Schwarze Freiheit im Zeitalter der Sklaverei) untersucht John Garrison Marks, wie diese Menschen für sich und ihre Familien in zwei der wichtigsten städtischen Zentren der Atlantischen Welt ein Leben in Freiheit aufbauten: Cartagena, an der Karibikküste des heutigen Kolumbien, und Charleston, im Tiefland der nordamerikanischen Atlantikküste. Marks zeigt, wie Fähigkeiten, Wissen, Ansehen und persönliche Beziehungen den freien Schwarzen halfen, ihr Glück zu verbessern und sich auf eine Weise sozial abzugrenzen, die die Ansprüche der Weißen auf rassische Überlegenheit untergrub.
Auf der Grundlage von Forschungen, die auf drei Kontinenten durchgeführt wurden, verfolgt dieses Buch einen vergleichenden Ansatz, um die Konturen der schwarzen Freiheit in Amerika zu verstehen. Es zeigt in neuen Details die kreativen und beharrlichen Versuche freier Menschen afrikanischer Abstammung, ihr Leben und das ihrer Familien zu verbessern. Marks untersucht, wie die verschiedenen Wege in die Freiheit, die Reaktionen auf die haitianische Revolution, die Möglichkeiten, qualifizierte Arbeit zu verrichten, die Existenz sozialer Institutionen und die Rolle der Kirche die Lebenserfahrung freier People of Color in diesen beiden Hafenstädten der Atlantischen Welt prägten.
Freie Schwarze arbeiteten an der Verbesserung ihrer individuellen Lebensumstände und erhoben Anspruch auf Rechte, Privilegien und Auszeichnungen, die Menschen afrikanischer Abstammung in der Regel nicht zugestanden wurden. Sie setzten sich mit weißen Eliten und staatlichen Behörden auf eine Weise auseinander, die die vorherrschenden rassistischen Einstellungen in Frage stellte. Während die Weißen in ganz Amerika Zweifel an der Fähigkeit der Schwarzen hegten, in Freiheit zu überleben oder einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, verhielten sich freie Schwarze in Cartagena, Charleston und darüber hinaus auf eine Weise, die Risse in den Fundamenten der amerikanischen Rassenhierarchien aufzeigte. Ihre Aktionen waren frühe Beiträge zu dem langen Kampf um Anerkennung, Bürgerrechte und Rassengerechtigkeit, der bis heute andauert.