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Swollening
Jason Purcells Debüt-Gedichtband bewegt sich an der Schnittstelle von Queerness und Krankheit und nimmt einen Platz für den queeren Körper ein, der durch das Leben in dieser Welt krank geworden ist.
Swollening, teils poetisches Experiment, teils Memoiren, versucht zu diagnostizieren, was nicht diagnostizierbar war, und zeichnet einen unebenen Weg nach, der von einem Leben des Schluckens schlechter Gefühle - Homophobie in ihren äußeren und verinnerlichten Erscheinungsformen, Heteronormativität, Angst vor dem Begehren, Abneigung gegen Sex - zu einem Körper in Aufruhr führt. In Gedichten, die mit der Grammatik und Logik der Krankheit sprechen, bietet Purcell eine schwindelerregende Kollision von Wort und Bild, die die Sprache des Schmerzes neben der Banalität des Weiterlebens ist.
Purcell beginnt damit, sein eigenes Leben und seinen eigenen Körper genau zu betrachten und zoomt langsam heraus, um die Krankheit in der Welt zu lesen, und fragt: Wie kann ein kranker, queerer Körper sich selbst eine natürliche Reaktion auf das Leben in einer kranken Welt verzeihen und zur Hoffnung übergehen? In Swollening spuckt Purcell seine eigene Poetik der Krankheit, seine eigene Ästhetik des Schmerzes aus und formt daraus eine zarte Sammlung, die direkt in den Bauch geht.