
Vertiginous Mirrors: The animation of the visual image and early modern travel
Im Europa der Frühen Neuzeit begann sich das visuelle Bild zu bewegen, nicht nur, weil es über große Entfernungen reiste, sondern auch durch die Einführung innovativer visueller Formate, die eine Animation innerhalb des Bildes selbst erzeugten.
Dieses Buch zeichnet die beschwerliche Reise der visuellen Bilder anhand von Belegen für ihre Verwendung und Reproduktion entlang der Missionsrouten von Europa nach Indien, Japan, China, Brasilien und Chile nach. Es wird argumentiert, dass missionarische Weltreisen für die frühneuzeitliche Wiederbelebung des Bildes von entscheidender Bedeutung waren, und zwar durch Mittel wie die Reflexion des Spiegels, die multiplen Blickwinkel des anthropomorphen Bildes, die fantasievollen und desorientierenden Möglichkeiten des utopischen Bildes und sogar die Wiederherstellung des heiligen Bildes durch die Erinnerung an die Beziehung des Reisens zu Leben und Tod.
Auf den Reisen, die in diesem Buch nachgezeichnet werden, stellt das visuelle Bild neue Verbindungen zwischen verschiedenen Orten und Kulturen her, indem es zunehmend verflochtene Geschichten anhäuft. Noch interessanter ist, dass diese Bilder häufig verändert, aber immer noch erkennbar nach Europa zurückkehrten, um dort im Bewusstsein ihrer früheren Reisen erneut verwendet zu werden.