Bewertung:

Das Buch „A Very Nice Rejection Letter“ von Chris Paling ist eine Mischung aus Memoiren und Tagebuch, die einen humorvollen und aufschlussreichen Einblick in das Leben eines erfolglosen Schriftstellers bietet. Es verbindet persönliche Reflexionen über die Herausforderungen des Schreibens und Publizierens mit witzigen Beobachtungen über die literarische Welt. Palings Ton ist sowohl offen als auch aufmunternd, was es zu einer ermutigenden Lektüre für angehende Autoren macht.
Vorteile:⬤ Fesselnder und humorvoller Schreibstil
⬤ bietet wertvolle Einblicke in die Schreib- und Verlagsbranche
⬤ inspirierende Botschaften für Schriftsteller
⬤ präsentiert eine realistische Darstellung der Kämpfe eines mittelgroßen Autors
⬤ liebenswerte Charaktere, wie Palings Agentin Deborah
⬤ unterhaltsam und zum Nachdenken anregend.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass der Titel irreführend sein könnte, da er den Eindruck erweckt, dass der Schwerpunkt auf Ablehnung liegt und nicht auf dem Weg und den Erfahrungen des Autors
⬤ einige erwähnen, dass sie keinen Bezug zur Verlagswelt haben, was ihr Vergnügen beeinträchtigen könnte
⬤ kleinere Kritikpunkte sind, dass das Buch nicht so sehr auf die Besonderheiten der Veröffentlichung eingeht.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Very Nice Rejection Letter - Diary of a Novelist
Wie alle guten Tagebuchschreiber sind Palings Gedanken witzig, zärtlich und unzensiert“ Sunday Times.
6. April 2007.
Bisherige Einnahmen aus dem Schreiben in diesem Jahr: minus 300 Pfund.
Ich habe das Gefühl, dass dies das Jahr sein könnte, in dem etwas passiert. Vielleicht aber auch nicht. Aber die Hoffnung treibt alle Schriftsteller an.'.
Es ist unwahrscheinlich, dass Sie das Gesicht von Chris Paling kennen oder seinen Namen schon einmal gehört haben. Dies ist sein Tagebuch, in dem er versucht, seinen Lebensunterhalt als Schriftsteller zu bestreiten, und zwar auf dem typischen Karriereweg eines „mittelgroßen Romanciers“. Verlagsregel 6: Es gibt keinen „kleinen“ Schriftsteller.
Was den Verdienst angeht, so ist das Schreiben eine Karriere, die oft in Enttäuschung und Verzweiflung und gelegentlich auch in Schande endet. Paling erforscht kunstvoll, was ihn und so viele andere zum Schreiben treibt - die kämpfenden Freuden und Qualen, wenn sich dieser Zwang in der eigenen Psyche festsetzt und ein Tag ohne Schreiben ein verschwendeter Tag ist. Er gibt einen faszinierenden Einblick in den Schreibprozess und spürt dem Bedürfnis nach, etwas Neues oder etwas Altes auf eine neue Art und Weise zu schreiben, etwas Relevantes, etwas, das geschrieben werden muss, obwohl eigentlich nur sehr wenig geschrieben wird, auf der Suche nach dem immer schwer fassbaren Ziel, „gedruckt“ zu werden.
A Very Nice Rejection Letter ist abwechselnd bewegend, ironisch und brutal ehrlich und enthüllt das lohnende, aber auch seelisch belastende Leben eines Romanautors. Im Kern ist es ein Liebesbrief an die Kunst des Schreibens, aber dieses reizvolle Buch ist auch eine tiefgründige Reflexion über die Kräfte, die uns alle antreiben.