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Selfless Revolutionaries
In diesem historischen Moment globaler Revolutionen für soziale Gerechtigkeit, die von der Black-Lives-Matter-Bewegung inspiriert wurden, ist die Philosophie des Schwarzen Bewusstseins wieder aufgetaucht und hat die Vorstellungskraft einer neuen Generation und die gnadenlose Aufdeckung der verheerenden, seit langem bestehenden Verwerfungen in unseren Gesellschaften durch COVD-19 erfasst. Frantz Fanon, James Baldwin und Steve Biko wurden wiederentdeckt und zurückerobert.
In diesem kraftvollen Buch erforscht der schwarze Befreiungstheologe und Aktivist Allan Boesak die tiefen Verbindungen zwischen schwarzem Bewusstsein, schwarzer Theologie und den Kämpfen gegen Rassismus, Herrschaft und imperiale Brutalität in der ganzen Welt von heute. In einer sorgfältigen, akribischen und manchmal überraschenden Neulesung von Steve Bikos Klassiker I Write What I Like reflektiert Boesak die erstaunliche Relevanz von Black Consciousness für die aktuellen akademischen Debatten über Dekolonisierung und Kolonialität, Afrikanität und Imperialismus sowie für die Kämpfe um Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde auf der Straße. Mit Leidenschaft, Offenheit und inspirierender Eloquenz bringt Boesak seine beträchtliche politische Erfahrung und tiefe theologische Einsicht in seine Argumentation für eine globale Ethik der Solidarität und des Widerstands in den laufenden Kämpfen gegen das Imperium ein.
Beginnend mit Bikos "Where do we go from here?", über Baldwins "The fire next time" und endend mit Martin Luther King Jr. "There is no stopping short of victory" ist dies ein ernüchterndes, hoffnungsvolles und inspirierendes Buch.