Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
Sensing Machines: How Sensors Shape Our Everyday Life
Wie wir von Maschinen, die von Smartwatches über Roombas bis hin zu immersiven Kunstinstallationen reichen, verfolgt, überwacht, verlockt und verführt werden.
Sensormaschinen sind überall in unserer Welt zu finden. Während wir uns durch den Tag bewegen, stellen elektronische Sensoren und Computer unsere Thermostate ein, lenken unsere Roombas, zählen unsere Schritte, ändern die Ausrichtung eines Bildes, wenn wir unser Telefon drehen. Es gibt mehr dieser elektronischen Geräte auf der Welt als Menschen - im Jahr 2020 werden es dreißig bis fünfzig Milliarden sein (gegenüber 7,8 Milliarden Menschen), und für das nächste Jahrzehnt werden mehr als eine Billion erwartet. In Sensing Machines untersucht Chris Salter, wie wir von Maschinen - von intelligenten Uhren und Stimmungsmeldern bis hin zu riesigen immersiven Kunstinstallationen - verfolgt, überwacht, gequält und verführt werden.
Salter, ein Künstler und Wissenschaftler, der seit mehr als zwanzig Jahren mit Sensoren und Computern arbeitet, erklärt, dass die Quantifizierung von Körpern, Sinnen und Erfahrungen nicht erst mit dem Überwachungskapitalismus von Facebook, Amazon, Netflix und Google begann, sondern auf mathematische und statistische Techniken aus dem 19. Er beschreibt die Entstehung des "sensed self" und untersucht, wie Sensortechnologie in der Musik und in Spielen, in programmierbaren und immersiven Kunstumgebungen, beim Autofahren und sogar beim Essen eingesetzt wird, mit E-Zungen und E-Nasen, die für uns schmecken und riechen können. Die Sensortechnologie verwandelt unsere Erfahrungen in Daten, aber in Salters Geschichte geht es nicht nur darum, was diese Maschinen von uns wollen, sondern auch darum, was wir von ihnen wollen - neue Empfindungen, den Nervenkitzel des Unheimlichen und Magie, die uns aus unserem Alltagstrott herausholt.